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Ich bin verheiratet und 58 Jahre alt. Die Generali offeriert mir eine fondsgebundene Lebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung. Mein Berater empfiehlt, einen Vertrag für 10 Jahre abzuschliessen und jedes Jahr 3000 Franken einzuzahlen. Macht das Sinn?
Nein, in fast allen Fällen ist es besser, Sparen und Versicherung zu trennen: sparen bei der Bank und die Risiken Tod und Invalidität bei einer Versicherung absichern. Für die Anbieter sind langfristige Lebensversicherungen ein lukratives Geschäft – die Anleger erzielen damit aber meist nur tiefe Renditen.
Bei einer Lebensversicherung fallen ausserdem hohe Gebühren für den Vertragsabschluss (Provisionen) und für Administration und Risikokosten an. Das Sparen mit fondsgebundenen Lebensversicherungen ist zudem dem Auf und Ab an den Börsen ausgesetzt. Die verlockend klingenden Renditen in den Werbebroschüren sind bei Generali wie bei den meisten Versicherern keine garantierten Erträge, sondern nur «Renditeaussichten».
Als Alternative zur fondsgebundenen Lebensversicherung könnten Sie zum Beispiel Nachzahlungen in Ihre Pensionskasse oder Einzahlungen auf Säule-3a-Konten prüfen. Damit können Sie Ihr Einkommen im Alter erhöhen, ohne Risiken an der Börse einzugehen. Ein weiterer Vorteil: Gleichzeitig können Sie Angehörige finanziell besser absichern – und das zu deutlich tieferen Kosten. Zudem sparen Sie damit Steuern.
30. August 2010 | Bernhard Bircher, Redaktor K-Geld