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Ein kroatischer Bär ist zum Abschuss freigegeben. Schweizer Jäger können für 20'000 Franken an der Jagd teilnehmen. Tierschutzkreise zeigen sich empört. Jagdkreise sehen das differenzierter.
In der Zeitschrift "Tierwelt" fand sich kürzlich in der Rubrik "Schiessen/Jagen/Fischen" ein Inserat unter dem Titel "Bärenjagd". Darin heisst es: "Ein Bär ist in Kroatien zum Abschuss freigegeben - wir organisieren die Jagd für Sie, legal und offiziell."
Zusätzlich ist eine Handynummer angegeben: "Ich habe das Inserat für meinen Kollegen in Kroatien aufgegeben", sagt der Inserent. "Die kroatische Regierung erlaubt im Jagdrevier meines Freundes, den Abschuss eines oder zwei Bären. Es handelt sich um eine legale und offizielle Aktion."
Die Jagd in Begleitung zweier Jäger und Hotelübernachtung kostet 20'000 Franken.
Die Naturschutzorganisation Jagd Schweiz hat gegen solche Abschüsse von Bären, Luchsen und Wölfen nichts einzuwenden. "Die Erhaltung ihrer Populationen darf aber nicht in Frage gestellt werden", sagt Marco Giacometti, Geschäftsführer von Jagd Schweiz.
"In vielen Ländern der Welt werden von Organisationen Abschüsse auf frei lebende Wildtiere an Jäger verkauft", sagt Giacometti.
Jagd Schweiz empfiehlt ihren Mitgliedern, die Seriosität der Organisationen, die die Jagden anbieten, zu prüfen.
26. November 2007 | Von Philipp Schwarz
