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Fassadenfarben und -putze sind mitschuld an der Verschmutzung der Gewässer. Dies zeigen Untersuchungen des Bundes.
Für die Pestizidbelastung in Bächen und Flüssen war bislang ausschliesslich die Landwirtschaft Schuld. Nun zeigen Untersuchungen der ETH und der Empa, dass giftige Stoffe zu einem beträchtlichen Teil auch von Hausfassaden stammen.
Zum Schutz der Gebäudeaussenhülle werden in kunststoffgebundenen Farben und Putzen Pestizide beigemischt, die vor Algen- und Pilzbefall schützen sollen. Regen führe dazu, so ist dem Bericht der Eawag zu entnehmen, dass die toxischen Substanzen im Verlaufe der Jahre wieder ausgewaschen werden. Über Drainagen und Regenwasserentlastungskanäle würden sie anschliessend in die Gewässer gelangen, wie Tests an einem Modellhaus (Bild) bewiesen.
27. August 2008 | Daniel Jaggi
