|
(6) |
Eine der aktivsten Schweizer Registerhaie ist die HIM Swiss-Internet AG. Der K-Tipp hat schon mehrfach vor der Firma gewarnt. Nun hat die Lauterkeitskommission die Firma gerügt.
Die HIM Swiss-Internet AG verschickt als Rechnung getarnte Offerten für Einträge in nutzlose Online-Branchenregister. Die Empfänger glauben, es handle sich um eine Verlängerung eines schon bestehenden Eintrages und bezahlen. Im Kleingedruckten steht aber, dass sie damit ein Jahres-Abonnement für 390 Franken eingehen, das sich jährlich stillschweigend verlängert. Der K-Tipp hat bereits mehrfach vor der Firma gewarnt und sie auf die Warnliste gesetzt.
Ein Geschädigter hat sich nun bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission über diese Praktik beschwert. Diese hat in einem Entscheid das Vorgehen der HIM Swiss-Internet als unlauter taxiert und die Firma aufgefordert, auf diese Art der Werbung zu verzichten.
Begründung der Kommission: Beim Werben mit Einzahlungsschein muss «unmissverständlich und klar hervorgehoben werden, dass es sich um eine blosse Einladung zu einer Bestellung handelt.» Auf den Offerten der HIM Swiss-Internet AG wird nur auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf der Rückseite hingewiesen. Das reicht nicht.
07. Mai 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online
Kommentare (6) |
|
Meine Tochter hat als 24jährige Frau selbständig einen
Laden eröffnet. Unwissend ist sie auf diese Geschäftemacher
reingefallen. Sie hat sich von Rg. und Mahnung beeindrucken lassen und
leider die CHF 390.00 bezahlt. Jetzt ist die 2. Jahresrechnung
fällig und sie hat bereits eine Mahnung erhalten. Nach
telefonischer Nachfrage würde sie arrogant zurechtgewiesen. Ich
bin ein ziemlich erfahrener Selbstständigerwerbender und
schmeisse solche Rechnungen regelmässig in den runden Ordner.
Meine Tochter hat jetzt auch ihren Lehrblätz gemacht. Ich werde
ihr aber noch etwas lehren: Wie kann man gegen solche Methoden
vorgehen? Ich werde sie bei allen Aktionen unterstützen und sie
dazu animieren, gegen diese Geschäftspraktiken vorzugehen. Wir
werden alle juristischen Möglichkeiten ergreiffen. Solche
Gemeinheiten gehören bestraft und geandet. Für meine Tochter
sind diese 390.00 mehr als ein voller Tag Arbeit, für diese Leute
ist es vermutlich ein Klacks, weil immer noch zu viele auf solche
üblen Tricks reinfallen. Unfair und verabscheuungswürdig,
wenn jemand so Geld macht. Sollte sich die Firma hier melden und ist
sie bereit, das Geld zurückzuzahlen, werde ich von weiteren
Massnahmen ablassen und mein Urteil sicher revidieren. Ich denke
nicht, dass diese Typen die Grösse dazu haben.
