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Wer sein Handy in die Ferien mitnimmt, muss vom Mobilfunkbetreiber vor den hohen Tarifen im Ausland gewarnt werden. Das gilt seit 1. Juli, klappt aber nicht in allen Fällen.
EU-Bürger haben es gut: Der Gesetzgeber hat die Tarife fürs Telefonieren und Surfen mit dem Handy im Ausland nach oben begrenzt. Horror-Rechnungen über mehrere 10 000 Euro für das Herunterladen einer TV-Sendung aufs Handy im Ausland sind nicht mehr möglich.
In der Schweiz gilt das nicht. Bei Preisen von über 15 Franken pro Megabyte steigt die Telefonrechnung beim Surfen im Ausland mit wenigen Klicks schnell auf über hundert Franken. Die hiesigen Mobilfunkbetreiber sind einzig dazu verpflichtet, ihre Kunden «unmittelbar nach der Einbuchung in ein ausländisches Fernmeldenetz» über die Tarife im Ausland zu informieren, so das Staatsekretariat für Wirtschaft.
Eine K-Tipp-Stichprobe zeigt: Nicht einmal das klappt. Einige Handy-Nutzer erhielten das SMS mit dem Hinweis auf die hohen Roaming-Gebühren bereits kurz nach Grenzübertritt. Andere hingegen erhielten die SMS mit Verspätung von einigen Tagen oder gar nicht.
Beim Bundesamt für Kommunikation ist das Problem bekannt. Die Mobilfunkbetreiber hätten «technische Schwierigkeiten». Das Amt versichert, dass diese «an der raschmöglichsten Umsetzung arbeiten».
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17. August 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online