|
(0) |
Sie sprechen Passanten an und bitten sie, sich mit einer Unterschrift und einer Spende für ihr Anliegen einzusetzen: Betrüger lassen das Geld in der eigenen Tasche verschwinden.
Beim Einkauf in Wettingen (AG) hielten zwei Frauen K-Tipp-Leser F. G. an und streckten ihm wortlos ein Unterschriftenblatt entgegen. Auf dem schlecht kopierten Papier war zu lesen, dass sie angeblich für ein Heim für Taube, Stumme und schwer kranke Kinder sammeln.
F. G. sollte das Heim aber nicht nur mit seiner Unterschrift unterstützen. Die Frauen verlangten auch eine Spende. F. G. wurde misstrauisch und lehnte ab. Die Frauen wurden aufdringlich, worauf er die Polizei rief. Die Frauen flüchteten.
Das ist kein Einzelfall: Laut Angaben der Polizei waren solche «Spendensammler» schon in mehreren Schweizer Städten aktiv. Mal sollen die Spender ein Heim unterstützen, mal geht es gegen die Beschneidung von afrikanischen Mädchen. Immer aber wollten die Sammler sofort Bargeld sehen.
03. September 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online