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Mit der neuen Version wird Apples Musiksoftware Itunes zum sozialen Netzwerk. Wer sich dafür registriert, gibt einiges von sich Preis. Das erachtet sogar Apple als problematisch.
Apple hat aus seinem Musik-Download-Portal Itunes ein soziales Netzwerk gemacht. Wer ein Benutzer-Profil beim neuen Dienst «Ping» anlegt, kann herausfinden, welche Musik andere Nutzer oder Stars hören, was sie kaufen oder mit ihnen diskutieren. Zudem sehen andere, welche Rezensionen die Registrierten geschrieben haben.
Um ein Profil anzulegen, müssen die Nutzer Name, Vorname und Wohnort angeben. Ein Foto kann hochgeladen werden. Die User können einen kurzen Text über sich verfassen und angeben, welche Musikstile ihnen gefallen. Wer dabei die Voreinstellungen zum Datenschutz nicht ändert, veröffentlicht automatisch sämtliche Musik-Titel, die er kauft, bewertet, über die er schreibt und die ihm gefallen. Bei Apple hält man den Anmeldevorgang für «konsumentenfreundlich».
Aber in den Verkaufsbedingungen räumt auch Apple ein: «Bitte seien Sie vorsichtig, wenn Sie diese Funktionen nutzen.» Denn: «Wenn Sie nicht wollen, dass andere die Informationen, die bei der Nutzung Ihres Kontos zur Verfügung gestellt werden, sehen können, sollten Sie Ping nicht aktivieren.» Fakt ist: Ping-Nutzer geben ihre Privatsphäre punkto Musik-Konsum Preis.
08. September 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online