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Der Trick mit dem falschen Erbe

Betrügerische Post aus Italien: Angebliche italienische Anwaltskanzleien versprechen ein Millionen-Erbe. Es handelt sich aber um einen Vorschussbetrug.

Der Trick mit dem falschen Erbe

Mehrere K-Tipp-Leser erhielten Post von der angeblichen Anwaltskanzlei «Fernandez Lawyers» mit Sitz in Ferrara (I). Inhaber Giorgio Fernandez schreibt, er suche nach Familienangehörigen eines tödlich verunfallten Klienten. Dieser habe 32 Millionen Franken hinterlassen. Der Empfänger sei erbberechtigt: Er trage denselben Namen wie sein Klient.

Der Absender verspricht dem Empfänger des Briefes, er könne ihm das Geld zustellen. Dafür verlangt er 60 Prozent des Betrags. Den Rest erhalte der Empfänger, also rund 12.5 Millionen Dollar. Zuerst will Fernandez aber einen Vorschuss von 3000 Euro für die Abwicklung der Transaktion sehen.

Achtung: Die Masche ist nicht neu. Die Erbschaft existiert nicht. Wer den Vorschuss bezahlt, sieht diesen nie wieder.

Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt warnte im Januar vor Briefen mit dem Absender «Costanzo Lawyers». Dahinter stecken dieselben Hintermänner: Inhalt des Briefes und Logo der vermeintlichen Kanzleien stimmen zu 100 Prozent überein, nur der Name ist anders.

Briefe von «Costanzo Lawyers» und «Fernandez Lawyers» gehören in den Papierkorb.

Beide Absender sind auf den Warnlisten des K-Tipp.

09. März 2011 | Jonas Arnold, Redaktor Saldo+Online


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