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Vorschussbetrug: Ferienfalle auf Mallorca

Eine Deutsche vermietet eine Ferienwohnung auf Mallorca. Die gehört aber nicht ihr. Sie kassiert eine Vorauszahlung und lässt Touristen vor verschlossener Tür stehen.

Vorschussbetrug: Ferienfalle auf Mallorca

K-Tipp-Leserin Petra Sandmann (Name geändert) freute sich auf Ferientage in Mallorca. Sie buchte eine Ferienwohnung auf der Internetseite ferienwohnung-santelm-mallorca.de. Die Internetseite versprach: «Eine Mallorca-Ferienwohnung mit direktem Meerzugang an der Cala Es Conills in Sant Elm».

Sandmann buchte und zahlte eine Vorauszahlung von rund 600 Franken. Per Zufall stiess sie auf einen Artikel in der deutschsprachigen «Mallorca Zeitung». Dieser schilderte den Fall des deutschen Polizisten Sven Käubler. Er hatte die gleiche Ferienwohnung gebucht wie Sandmann.

Käubler war Mitte Mai mit seiner Familie nach Mallorca gereist. Blieb dann aber vor verschlossener Tür stehen. «Mit uns standen noch weitere Familien da ohne Unterkunft. Sie alle hatten dieselbe Ferienwohnung für den gleichen Zeitraum gebucht», sagt Käubler.

Die angebliche Vermieterin ist gar nicht Eigentümerin der Ferienwohnung. Sie hat die Internetseite aber inzwischen vom Netz genommen. Der K-Tipp konnte sie nicht erreichen.

Petra Sandmann hatte Glück im Unglück: Ihre Rechtsschutzversicherung hat ihr die Vorauszahlung ersetzt. Und sie konnte rechtzeitig eine andere Ferienwohnung buchen.

Tipps:

  • Bevor Sie eine Ferienwohnung buchen, informieren Sie sich in Foren über Vertrauenswürdigkeit der Vermieter. Geben Sie dazu die Namen des Vermieters in eine Internet-Suchmaschine ein.
  • Seriöse Vermieter teilen sowohl Telefonnummer und Mailadresse mit. Telefonieren Sie mit dem Vermieter, bevor Sie buchen. So wissen Sie, mit wem Sie es zu tun haben.
  • Vorab beim örtlichen Tourismusverein oder bei der Gemeinde klären, ob es die Adresse des angebotenen Ferienhauses und den Vermieter tatsächlich gibt.

04. Juli 2011 | Jonas Arnold


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