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Viele sind überzeugt: Mit viel Vitamin C kommt man gesund über den Winter. Doch die Vitamin-Tabletten schützen kaum vor Erkältungen.
Sobald es kalt wird, greifen viele zu Tabletten mit Vitamin C. Sie sollen vor Schnupfen und Husten schützen.
Doch der Nutzen von Vitamin C gegen Erkältungen ist minimal. Das zeigt die Analyse von rund 30 Studien durch Forscher der renommierten Cochrane Collaboration.
Das Resultat: Wer täglich Vitamin C schluckt, bekommt nicht seltener eine Erkältung. Diese fällt höchstens etwas leichter aus. Der Nutzen ist allerdings gering: Bei Erwachsenen, die täglich zwei Gramm Vitamin C schlucken, vermindert sie sich gerade mal um acht Prozent. Das heisst: Statt sieben Tagen dauert der Schnupfen sechseinhalb Tage.
Wer erst zu Beginn einer Erkältung viel Vitamin C nimmt, hat sogar überhaupt keinen Nutzen. Die Erkältung dauert genauso lang und ist genauso stark, wie wenn man keine Vitaminpillen schluckt.
Eine Ausnahme gibts: Bei extremen körperlichen Belastungen durch Sport oder Kälte helfen Vitamin C-Tabletten. So zum Beispiel bei Soldaten oder Marathonläufern: Sie erkrankten in Studien nur noch halb so oft an Erkältungen.
Für alle anderen genügen die normalen Mengen Vitamin C, die man mit dem Essen aufnimmt. Reich an Vitamin C sind zum Beispiel rote und gelbe Peperoni, verschiedene Kohlarten, Zitrusfrüchte, Kiwi, Mango und Beeren.
13. Oktober 2011 | Sonja Marti, Redaktion Gesundheitstipp
