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Zwei Skihelme machen das Rennen: Sie schützen Kopf und Hals relativ gut. Bei den übrigen hapert es bei der Sicherheit, zum Teil auch bei Komfort und Handhabung.
Eines ist klar: Ein Helm ist besser als gar keiner – sogar wenn er die Sicherheitskriterien nur knapp erfüllt. Doch Kinder und Jugendliche tragen einen Helm nur dann ohne Murren, wenn er bequem und einfach zu bedienen ist. Welche Helme alle Anforderungen erfüllen, haben der K-Tipp und die österreichische Konsumentenschutzorganisation VKI untersuchen lassen. Zwölf Jugendliche bewerteten Handhabung und Komfort, im Labor wurden die Sicherheitstests durchgeführt (Stossdämpfung, Stichfestigkeit gegen Skistöcke, Kinnriemen – siehe unten «So wurde getestet»). Geprüft wurde nach den aktuellen Normen für Skihelme. In zwei Punkten hat das Labor die Anforderungen jedoch verschärft:
Zwei der Helme auf dem Podest...
Die Resultate: Zwei der neun Helme bestehen die härteren Tests problemlos und erreichen in sämtlichen Prüfkriterien gute Noten: Giro Slingshot und Uvex X-Ride junior. Die restlichen Helme sind «genügend». Bei den Modellen von Carrera, Alpina und R.E.D. genügt die Durchstichfestigkeit den härteren Anforderungen des Tests nicht. Und bei vielen Helmen ist das Haltesystem des Kinnriemens so widerstandfähig, dass dieses auch unter grösster Belastung nicht nachgibt. Das gilt für die Testprodukte von Salomon, Head, Scott, Carrera und Alpina. Sehr gut ist dafür das Haltesystem von Casco Snow Shield: Der Bändel ist gut im Helm verankert, reisst aber bei grossen Belastungen aus, um Verletzungen am Hals zu verhindern.
...doch auch sie haben Nachteile
Wie so oft steckt der Teufel auch hier im Detail: Bei den zwei «guten» Kinderhelmen ist die Schnellverstellung unpraktisch. Die Rädchen, mit denen das Kinnband verstellt wird, sind schwer zugänglich. Die Bedienung mit Handschuhen ist nahezu unmöglich. Und: Bei fast allen Helmen überzeugten die Belüftungsöffnungen im Praxistest nicht. Im Gegensatz zu Erwachsenenhelmen sind die Öffnungen nicht verschliessbar, ausser beim Scott Shadow.
Das kann bei Kälte und Schneefall unangenehm sein. Überhaupt sind die Jugendlichen der Meinung, die Helmbelüftung bringe nicht sehr viel. Schädliche Inhaltsstoffe kommen nur in sehr geringen Mengen vor. Einzig der Helm von Scott enthielt so viel des Weichmachers Diisobutylphthalat, dass er geringfügig abgewertet wurde. Dieser Stoff steht im Verdacht, Organe und Erbgut zu schädigen.
So wurde getestet
Aktueller Test «Skihelme für Erwachsene»: K-Tipp 20/09.
10. Januar 2010 | Rolf Muntwyler, Redaktion K-Tipp/Saldo