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Bei festverzinslichen Wertpapieren in Schweizer Franken muss man zum einen unterscheiden zwischen Obligationen von in- und ausländischen Schuldnern, zum anderen zwischen Papieren mit geringerer oder höherer Ausfallwahrscheinlichkeit. Letztere sind besser bekannt unter den Bezeichnungen High Yield oder Junk Bonds. Käufer eines High Yield nehmen ein höheres Risiko in Kauf, können dafür aber auch mit einer höheren Rendite rechnen.
Der CS BF Dynamic Sfr hält 33 Prozent des Fondsvermögens in Form von High-Yield-Obligationen, weshalb dieser Fonds im Beobachtungszeitraum zwar am besten rentierte, dafür aber auch höhere Kursschwankungen aufweist. Die etwas konservativeren Obligationenfonds DWS Bond Fund Sfr und CS Bond Fund (Lux) Sfr hingegen investieren ausschliesslich in erstklassige Schuldenpapiere. Was die Herkunft der Schuldner (Inland/Ausland) anbelangt, unterscheiden sich die drei Fonds kaum voneinander: Der Anteil an Inland-Schuldnern bewegt sich bei allen zwischen 5 und 12 Prozent.
Festverzinsliche in Euro
Wer Obligationen in einer fremden Währung kauft, muss berücksichtigen, dass Veränderungen des Wechselkurses einen grossen Einfluss auf die Gesamtrendite seiner Anlagen haben. Investierte zum Beispiel ein Schweizer Anleger in den JB MB DM Bond Fund, der im Jahr 2000 in Euro gerechnet um 5 Prozent stieg, so büsste er diesen vermeintlichen Gewinn gleich wieder ein; der Euro fiel nämlich im Jahr 2000 gegenüber dem Schweizer Franken um 5 Prozent. Allerdings sind Obligationenanlagen in Euro für Schweizer Investoren wesentlich sicherer als Anlagen in US-Dollar oder japanischen Yen. Grund: Da die Schweiz knapp 80 Prozent der Importe und 60 Prozent der Exporte im Euro-Raum abwickelt, gehört sie schon fast zum Euro-Raum. Zudem wird die Schweizer Nationalbank alles unternehmen, um den Wechselkurs zum Euro keinen grösseren Schwankungen auszusetzen.
Bezüglich der Schuldnerqualität unterscheiden sich die aufgelisteten Fonds kaum voneinander: Alle legen ihr Fondsvermögen vorwiegend in Obligationen von erstklassigen Schuldnern an.
Die Schweiz als sicherer Hafen
In Zeiten von turbulenten Aktienmärkten profitiert die Schweizer Börse wieder einmal von ihrem Ruf als sicherer Hafen. Zum einen sind Schweizer Unternehmen in eher traditionellen Wirtschaftsfeldern tätig, andererseits läuft die Binnenwirtschaft derzeit sehr gut. Wie das Beispiel SAir zeigt, sind aber auch bis anhin solide Schweizer Aktien nicht gegen grössere Kursrückschläge immun.
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen haben sich in der Vergangenheit erfreulich entwickelt. Deutlich wird das anhand der Entwicklung des Schroder ISF Swiss Equity, der aktuell nur etwa 61 Prozent des Fondsvermögens in Titel des SMI, so genannte Blue Chips, und das restliche Fondsvermögen in Klein- und Mittelunternehmen investiert hat. Einen anderen - aber ebenfalls erfolgreichen - Ansatz praktizierte das Fondsmanagement des RMF Swiss Value Fund. Dieser Fonds konnte wegen seiner geringen Grösse sehr flexibel im Markt agieren und vor allem dank einem geschickten Branchenmix ein gutes Ergebnis erzielen.
Vom Aufschwung Europas profitieren
Europa ist hinter den USA weltweit die wichtigste Wirtschaftsregion und für Schweizer Investoren die Region mit der grössten Verbindung zum Heimatmarkt. Auch das Wechselkursrisiko ist gegenüber dem Euro geringer als gegenüber dem US-Dollar. Die europäischen Aktienmärkte bieten Anlegern eine gute Möglichkeit, ihre Anlagen breiter zu streuen.
Auch den Fondsmanagern eröffnen sich zahlreiche und sehr unterschiedliche Anlagestrategien. So unterscheiden sich die drei führenden Fonds deutlich. Während der Fidelity Funds European Growth zu rund einem Drittel in Grossbritannien investiert, begrenzt sich der Von Ernst GP European Equity auf Kontinentaleuropa. Das Fondsmanagement des Swiss Life Proteus Euro Equity hingegen verfolgt mit seinem Übergewicht in Skandinavien einen sehr offensiven Investitionsansatz. Man erhofft sich dabei vor allem, von Kommunikationstiteln wie Ericsson oder Nokia zu profitieren.
Hohe Renditen mit Dollar-Oblis
Obligationen in US-Dollar sind für Schweizer Investoren wegen der grossen Wechselkursschwankungen mit einem relativ hohen Risiko behaftet. Im Gegenzug besteht aber auch eine umso höhere Rendite-Chance. Ein Beispiel hierfür: Hat ein Anleger Ende 1999 Anteile des DWS Dollar Renten O gekauft, konnte er Ende 2000 eine Rendite von 14 Prozent - in US-Dollar gerechnet - verbuchen. Dank dem Währungsgewinn resultierten unterm Strich sogar 17 Prozent. Diese für einen Obligationenfonds doch aussergewöhnlich hohe Rendite wurde aber unter anderem deshalb erreicht, weil der Fonds auch in risikoreichere Hochzinspapiere, so genannte High Yield Bonds, investierte.
Was für ein Engagement in US-Obligationen spricht, ist das relativ hohe Zinsniveau in den USA. Zudem wird erwartet, dass die US-Notenbank die Zinsen bis Ende 2001 weiter senkt. Eine solche Zinssenkung würde sich positiv auf die derzeitigen Obligationenkurse auswirken. Allgemein gilt nämlich: Sinken die Zinsen, so steigen die Obligationenkurse.
Bunt gemischte Währungen
Wer auf Obligationen in Fremdwährungen setzen will, tut dies am besten mit einem Fonds, der einen Mix verschiedener Währungen enthält. Diese Fonds sind ideal für Anleger, die nicht über die nötigen Informationen und das erforderliche Wissen verfügen, um selber entscheiden zu können, in welche Währungen sie investieren sollen. Zudem gelten solche Fonds als langfristige Basisanlage.
Tendenziell wird der US-Dollar in solchen Fonds meist übergewichtet, was sie generell anfällig auf Schwankungen der amerikanischen Währung macht. Aus diesem Grund lässt sich das Risiko solcher Obligationenfonds kaum mit demjenigen von Schweizer Obligationenfonds vergleichen. Andererseits bieten diese Fonds wegen ihrer Diversifikation gegenüber einem reinen US-Dollar-Engagement wesentlich mehr Sicherheit. Was Anleger hier zudem berücksichtigen sollten: Investitionen in hochverzinsliche Obligationen von weniger guten Schuldnern machen - vor allem bei den ersten drei Fonds in der Rangliste - bis zu 15 Prozent des gesamten Fondsvermögens aus.
Wahl zwischen Wert oder Wachstum
Der Vergleich der US-Aktienfonds zeigt deutlich, dass ganz unterschiedliche Investitionsstrategien zu gleichen Ergebnissen - bezogen auf das Verhältnis zwischen Volatilität und Rendite - führen können. Der Fidelity Funds American Growth erreichte zwar die mit Abstand beste Performance, weist aber auch die höchste Schwankungsbreite aus. Dieser wachstumsorientierte Fonds investiert in Unternehmen, die beispielsweise einen technologischen Vorsprung gegenüber ihren Konkurrenten besitzen oder in einem schnell wachsenden Marktsegment tätig sind und sich deshalb überdurchschnittlich entwickeln. Erfolg hatte diese Strategie vor allem in den Jahren 1998 und 1999. Seit dem abrupten Ende des Technologie-Booms aber bevorzugen die Anleger wieder wertorientierte Anlagestrategien. Diesen eher konservativen Anlagestil praktizierte der DIT-Dresdner US Equity mit guter Titelauswahl sehr erfolgreich. Für eine mittelfristige Anlage empfiehlt das VZ den CS EF USA B, der eine Mischform der beiden Anlagestrategien verfolgt.
Wann geht die Sonne auf?
Japan ist ein Markt mit ernormen politischen und wirtschaftlichen Risken. Seit nunmehr zehn Jahren zeigt die Wirtschaft keine Anzeichen einer dauerhaften Erholung mehr. Die beinahe jährlichen Regierungswechsel verunmöglichen eine besonders im Bankensektor dringend benötigte Restrukturierung. Die Situation dürfte sich in Zukunft nicht bessern, zumal auch die japanischen Konsumenten der Wirtschaft geringes Vertrauen schenken. Nichtsdestotrotz verfügt Japan über international sehr erfolgreiche Unternehmen wie zum Beispiel Sony. Ein Japan-Engagement kann erfolgversprechend sein, wenn man dazu einen aktiv gemanagten Fonds einsetzt, der sich auf 30 bis 40 ausgewählte und profitable Unternehmen beschränkt - beispielsweise den Jardine Fleming Japanese. Dieser Fonds wird von der JP Morgan Fleming geführt, einem im asiatischen und japanischen Raum erfahrenen und anerkannten Institut. Dank dem stark wachstumsorientierten Ansatz legte der Fonds 1999 rund 250 Prozent zu, musste aber im Jahr 2000 (Minus von 40,4 Prozent) von diesem Erfolg zehren.
Wachstumspotenzial in Asien
Zu den Schwellenländern, auch Emerging Markets genannt, zählen jene Länder, die an der Schwelle vom Entwicklungs- zum Industrieland stehen. Ein Engagement in solche Länder kann sich vor allem wegen dem grossen Wachstumspotenzial lohnen, birgt aber auch entsprechend hohe Risiken. Beispielsweise wächst das Bruttoinlandsprodukt Südkoreas zurzeit etwa um 9 Prozent, jenes der Schweiz im Vergleich um nur rund 2,5 Prozent.
In der Kategorie Asien sollte man beachten, dass die voll entwickelte Industrienation Japan geografisch gesehen bei einigen Fonds in denselben Topf wie unterentwickelte Nationen geworfen wird. Dabei hat Japan weit weniger Wachstumspotenzial als seine asiatischen Nachbarstaaten. Sowohl der JF Pacific und der DWS Top 50 Asien haben grosse Positionen mit japanischen Titeln in ihren Fondsvermögen: Beim DWS Top 50 Asien sind es aktuell etwa 23 Prozent, bei dem JF Pacific sogar 47 Prozent. Der JF Asian Opportunities hingegen schliesst Japan aus seinem Investitionsuniversum aus.
Brasilien und Mexiko als Leader
Die Nationen Mittel- und Südamerikas unterscheiden sich stark in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung: Einerseits gibt es hoch entwickelte Länder, die stark mit der europäischen und nordamerikanischen Wirtschaft verflochten sind, wie zum Beispiel Mexiko, Brasilien oder Venezuela. Andererseits finden sich aber auch Länder, die mit ihren innenpolitischen Problemen oder Machtkämpfen mehr beschäftigt sind als mit Anstrengungen im wirtschaftlichen Bereich.
Dieses Bild spiegelt sich deutlich in der Investitionspolitik der Lateinamerika-Fonds wider. Die drei erstplatzierten Fonds setzen allesamt auf eine ähnliche Erfolgsgeschichte: Investitionen in Mexiko und Brasilien machen einen Anteil am jeweiligen Fondsvermögen von mehr als 70 Prozent aus, wobei die beiden Länder gleich hoch gewichtet werden. Mit über 35 Prozent Anteil bildet dabei die Telekommunikationsbranche ein deutliches Schwergewicht.
Schwellenländer weltweit
Diese Kategorie umfasst neben den Regionen Asien, Mittel- und Südamerika sowie Osteuropa auch den Nahen und Mittleren Osten und Afrika. Von den drei bestplatzierten Fonds investierten der ABN Amro Global Emerging Markets und der Pro Fonds Lux Emerging Markets in dieses Anlageuniversum. Der ABN-Fonds legt dabei seinen Investitionsschwerpunkt deutlich auf die Regionen Asien und Lateinamerika. Der Pro Fonds hingegen verteilt 75 Prozent des verwalteten Vermögens gleichmässig auf die Regionen Asien, Lateinamerika und Ost- und Mitteleuropa.
Eine Besonderheit ist der Finter Emerging Markets: Als Dachfonds konstruiert, investiert er in andere Länderfonds, die sich in den Emerging Markets engagieren. Dieses Vorgehen verringert die Schwankungsbreite des Fondskurses. Obwohl neben den Gebühren des Dachfonds auch noch die Gebühren der verschiedenen Einzelfonds anfallen, kann das Fondsmanagement die Mehrkosten mit einer geschickten Fondsauswahl mehr als wettmachen.
Stockpicking rund um den Globus
Anleger, die nicht auf einzelne Regionen oder Branchen setzen wollen, können global investierte Aktienfonds kaufen. Die Messlatte der weltweiten Aktienfonds ist der MSCI-Index. Er widerspiegelt die weltweite Entwicklung, wobei sein Schwergewicht mit über 50 Prozent bei amerikanischen Aktien liegt.
Den Classic Global Equity muss man eher als Schweizer Fonds mit internationaler Beimischung einreihen, denn rund 24 Prozent des Fondsvermögens sind in Schweizer Aktien investiert. Eine ähnliche Strategie schlägt das Management des Intervest der DWS ein: Hier werden insbesondere Japan und die USA zugunsten von Deutschland untergewichtet. Der Oyster World Opportunities hingegen ist deutlich in den USA übergewichtet.
Da sich die Regionen weltweit immer mehr parallel entwickeln, wird ein glückliches Händchen des Fondsmanagements bei der Titelauswahl, dem so genannten Stockpicking, laufend wichtiger.
«Kleine» Firmen bieten grosse Chancen
Nebenwertefonds investieren in Aktien von kleinen und mittleren Firmen. Die Suche nach den Perlen ist für das Fondsmanagement jedoch sehr aufwändig, was sich vor allem in höheren Fondsgebühren niederschlägt.
Europäische Nebenwerte sind eher technologieorientiert. In vielen Fonds sind Titel übergewichtet, die an den europäischen neuen Märkten vertreten sind. Diese Märkte sind ein spezielles Segment für junge Wachstumsunternehmen mit dem entsprechenden Risiko, dass sich langfristig manches Konzept als nicht tragfähig herausstellt.
Der Anteil dieser Neuer-Markt-Titel im Fonds beeinflusst deutlich das Risiko der Anlage in Nebenwerte. Eine klare Übergewichtung solcher Titel ist allerdings bei keinem der drei erstplatzierten Fonds auszumachen, auch wenn der Schroder ISF European Smaller Companies A ein stärkeres Gewicht in den eher technologieorientierten skandinavischen Märkten hat.
Europas Osten sucht den Anschluss
Osteuropäische Unternehmen hoffen dank der geplanten EU-Osterweiterung auf wesentlich bessere Konditionen bei der Aufnahme von Finanzmitteln und Zutrittserleichterungen für den europäischen Wirtschaftsraum. Gute Chancen gibt es in den Branchen Telekommunikation, Banken und Energieversorgung, wo starke Partnerschaften mit westeuropäischen Unternehmen bestehen.
Besonders beachten sollten Anleger die Entwicklung Russlands, denn dieser Markt wird von den drei führenden Fonds unterschiedlich eingeschätzt: Im Baring GUF Eastern Europe und im Fleming Emerging Europe USD bildet Russland mit etwa 33 Prozent das Portfolioschwergewicht, während der DWS DB Osteuropa Russland mit etwa einem Viertel zugunsten Polens deutlich weniger stark gewichtet.
Biotech: Überflieger mit Absturzrisiko
Biotechfonds waren in den letzten Jahren sehr erfolgreich. Investoren sollten sich jedoch warm anziehen, denn die sagenhaften Kurssteigerungen beinhalten auch ein grosses Rückschlagspotenzial. Das Risiko lässt sich deutlich reduzieren, indem ein Fonds - wie beispielsweise der Oppenheim Pharma/wHealth - bis zu einem Drittel in bereits etablierte Pharmaunternehmen investiert. Die Fonds von Pictet und Clariden hingegen sind wesentlich stärker auf reine Biotechfirmen fokussiert.
Achterbahn für Nervenstarke
Mit der Abkühlung der US-Wirtschaft gerieten viele Tech-Titel stark unter Druck. Diese Situation widerspiegelt sich auch in der Entwicklung der einzelnen Fonds: Der Clariden Technology Equity beispielsweise konnte in den Jahren 1998 bis 1999 rund 95 Prozent zulegen, hat im Jahr 2000 aber wieder rund 17 Prozent verloren.
Obwohl Tech-Fonds auch in Zukunft stark wachsen werden, bleiben die Kursschwankungen enorm. Sie eignen sich daher nur für Anleger mit langem Atem und nur als Depotbeimischung.
Geringere Kursschwankungen verzeichnet der CS EF High Tech, denn dieser konzentriert sich auf etablierte Unternehmen der Tech-Branche.
Ökologisch investieren
Die Idee der Ökofonds ist, in Unternehmen zu investieren, die ressourcenschonend produzieren und dadurch Kostenvorteile erzielen. Einige Fonds investieren zusätzlich in so genannte Ökopioniere (z.B. Solarzellenproduzenten). Dabei gilt: Je höher der Anteil an solchen Ökopionieren, desto mehr schwanken wegen der Technologielastigkeit dieser meist kleinen Unternehmen die Kurse. Dass ein ökoorientierter Ansatz nicht zwangsläufig eine schlechtere Performance bedeuten muss, zeigt Folgendes: Während der Weltaktienindex MSCI-World im Jahr 2000 rund 12,7 Prozent an Wert verlor, fiel das Resultat vieler Ökofonds deutlich besser aus.
Positive Entwicklung erwartet
Immobilienfonds werden über die Börse gehandelt. Je nach Nachfrage werden sie zu einem markant höheren Preis gehandelt, als dies ihrem inneren Wert entspricht. Dieser Aufpreis (auch Aufgeld, Prämie, Agio oder Ecart genannt) lag vor drei Jahren je nach Fonds zwischen 30 und 60 Prozent. Inzwischen ist die Nachfrage zurückgegangen, weshalb die Kurse stark gesunken sind. Heute zahlen Käufer im Durchschnitt nur noch einen Aufpreis von 10 bis 12 Prozent. Die Kursrückschlagsgefahr ist entsprechend geringer. Weil die Immobilienpreise momentan anziehen, dürften wir in den nächsten drei Jahren eine positive Entwicklung bei den Immobilienfonds sehen.
Das Rezept für Vorsichtige
Gemischte Fonds investieren sowohl in Aktien als auch in Obligationen - und zwar in der Regel weltweit. Sie eignen sich vor allem für diejenigen Sparer, die nicht die notwendigen Summen aufbringen können, damit sich eine Aufteilung ihres angelegten Geldes in verschiedene reine Aktien- und Obligationenfonds lohnt. Weil die Kurse von Obligationen deutlich weniger schwanken als diejenigen von Aktien, gelten Mischfonds mit einem Aktienanteil von weniger als 40 Prozent als «defensiv».
Die drei erstplatzierten Fonds unterscheiden sich bezüglich ihres Aktienanteils deutlich: Der LO Obliflex 31 CHF Global Conservative mit 30 Prozent Aktien und der Swissca Portfolio Balanced mit 40 Prozent sind klar offensiver ausgerichtet als der LKB Expert-Ertrag mit einem Aktienanteil von lediglich 15 Prozent. Den drei Spitzenfonds aber gemeinsam ist, dass sie Anlagen in Schweizer Franken übergewichten, und zwar sowohl auf der Aktien- als auch auf der Obligationenseite.
Die harmonische Mischung
Beträgt der Aktienanteil eines Mischfonds zwischen 40 und 60 Prozent des Fondsvermögens, spricht man von einem ausgewogenen Portfolio. Mit 35 bis 45 Prozent ist der Raiffeisen Global Invest 45 deutlich defensiver ausgerichtet als der AIG Global Portfolio Fund oder der Sarasin OekoSar SICAV, die beide etwa 50 Prozent Aktien besitzen. Dies lässt sich auch an den Rendite- und Risikozahlen deutlich ablesen.
Nicht nur die Aktienanteile der Fonds unterscheiden sich deutlich, auch die Währungsaufteilung über die jeweiligen Portfolios spiegelt die unterschiedlichen Anlagestrategien wider: Während der AIG-Fonds rund 57 Prozent des Vermögens im Dollarraum investiert, hat der Raiffeisen einen ähnlich hohen Anteil seiner Anlagen in Schweizer Franken. Damit begrenzt der Fonds sein mögliches Währungsrisiko im Falle einer Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken. Eine Sonderstellung unter den ausgewogenen Fonds nimmt der Sarasin OekoSar ein, der auch noch die Nachhaltigkeit der Unternehmen als Kriterium für seine Anlageentscheide hinzuzieht.
Mixturen mit Pep
Von einem offensiv ausgerichteten gemischten Fonds spricht man ab einem Aktienanteil von 60 Prozent. Der ZKB Fonds Kapitalgewinn z.B. hält rund 95 Prozent Aktien. Deutlich weniger aggressiv ist der Swissca Portfolio Growth mit ungefähr 60 Prozent Aktien. Alle drei erstplatzierten Fonds, inklusive der CS PF (Lux) Growth (SFR), sind mit einem deutlichen Übergewicht von rund 40 bis 50 Prozent im Heimatmarkt Schweiz investiert.
So wurden die fonds bewertet
Die hier aufgeführten Fonds sind für K-Geld von den Fondsexperten des VZ VermögensZentrums ausgewählt und rangiert worden. Um für die Auswahl in Frage zu kommen, musste ein Fonds bestimmte Mindestkriterien erfüllen. So wurden ausschliesslich Fonds berücksichtigt, die seit mindestens drei Jahren existieren. Eine Ausnahme wurde einzig bei den Ökologiefonds gemacht, die zum grössten Teil erst in jüngster Zeit gestartet worden sind.
Für die Beurteilung hat das VZ die Renditekennzahl ermittelt. Dabei wurden drei Teilfaktoren mit jeweils unterschiedlicher Gewichtung berücksichtigt: die Performance, das Alpha und der Anteil positiver Monate im Beobachtungszeitraum. Bei der zugrunde gelegten Performance handelt es sich um die durchschnittliche Wertentwicklung in den letzten drei Jahren. Das für die Ermittlung der Renditekennzahl verwendete Alpha gibt die Mehrrendite eines Fonds gegenüber einem Referenzindex an, beispielsweise dem SPI für die Schweizer Aktien. Für die Berechnung des Anteils positiver Monate hat das VZ das Verhältnis von Monaten mit positiven Renditen zu Monaten mit negativen Renditen gemessen. Ein Fonds, der in allen drei Teilfaktoren der beste war, konnte bei der Renditekennzahl auf ein Punktetotal von maximal 100 kommen.
Ebenso wichtig für die Beurteilung der Qualität eines Fonds ist die Sicherheit. Das VZ hat dafür für jeden Fonds aus drei Teilfaktoren die Sicherheitskennzahl berechnet. Massgebend waren folgende Faktoren: die Schwankungsbreite (Volatilität), die Sharpe Ratio und der maximale Verlust. Die Schwankungsbreite ist das Mass für die Kursschwankungen einer Anlage, die in zwei von drei Jahren nicht überschritten wurden. Die Sharpe Ratio gibt die «risikoadjustierte» Wertentwicklung an. Sie setzt die erzielte Mehrrendite in ein Verhältnis zum eingegangenen Risiko. Als Massstab für die Mehrrendite dient der Vergleich mit einer risikoarmen Anlageform wie z.B. Kassenobligationen. Als Kriterium für das Risiko dient die Volatilität. Als dritter Faktor wurde für die Berechnung der Sicherheitskennzahl der maximale Verlust zugrunde gelegt. Diese Kennzahl gibt die Wertverminderung an, die ein Fondsanleger in der dreijährigen Beobachtungsperiode im schlechtesten Fall zu verkraften gehabt hätte. Ein Fonds, der in allen Teilfaktoren der beste war, konnte eine Sicherheitskennzahl von maximal 100 erreichen.
Für die Rangierung der Fonds hat das VZ die Renditekennzahl und die Sicherheitskennzahl addiert. Ein Fonds mit vergleichsweise schlechter Performance kann deshalb dennoch in der Tabelle weit oben stehen, wenn er dafür eine hohe Sicherheitskennzahl aufweist - und umgekehrt. Diese Methode gibt den Leserinnen und Lesern eine zusätzliche Wahlmöglichkeit. Sie können bei der Suche nach dem renditeträchtigsten Fonds entweder nur auf die Renditekennzahl oder bei der Suche nach dem sichersten Fonds nur auf die Sicherheitskennzahl achten.
Entscheiden sie zwischen liquidität, risiko und rendite
Bevor Sie Ihr Geld in Fonds investieren, sollten Sie sich Ihre persönliche Anlagestrategie überlegen. Wie viel liquide Mittel brauchen Sie wann? Liquidität ist das, was man jederzeit ohne Verlust flüssig machen kann. Wie viel wollen oder müssen Sie beispielsweise für unerwartete Zahnarztrechnungen oder Anschaffungen verfügbar halten. Mittel, die Sie liquid halten wollen, liegen oft auf einem Privat- oder Sparkonto.
Wie viel Risiko können und wollen Sie eingehen, um eine höhere Rendite zu erzielen? Je höher die Rendite, desto grösser sind in der Regel auch die Schwankungsbreite und das Risiko. Zur Risikoklasse I zählen Anlagefonds mit hoher Sicherheit und vergleichsweise geringer Rendite wie Geldmarkt- und Obligationenfonds in einheimischer Währung. Bei der Risikoklasse II, Geldmarkt- und Obligationenfonds in Fremdwährungen, ist sowohl das Risiko als auch die Renditechance höher. Die grössten Risiken und die grössten Gewinnchancen bietet die Risikoklasse III mit den Aktienfonds.
Wie lang soll Ihr Geld investiert bleiben? Neben Ihrer persönlichen Risikobereitschaft ist auch die Anlagedauer entscheidend. Je länger Sie das Geld entbehren können, desto höher darf der Aktienanteil bei Ihren Anlagen sein. Wer nur geringe Risiken in Kauf nehmen will, wird auch bei langer Anlagedauer von über acht Jahren höchstens 10 bis 20 Prozent in Aktienfonds investieren. Wer ein mittleres Risiko akzeptiert, der kann für dieselbe Frist einen Aktienanteil von 50 bis 60 Prozent wählen. Bei hoher Risikobereitschaft und sehr langer Anlagedauer darf der Aktienanteil 80 bis 100 Prozent erreichen.
01. April 2001