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Artikel | saldo 7/2002

Arbeit gibts im Web genug

Das weltweite Netz ist eine gute Ergänzung zu den Stellenanzeigern der Zeitungen und bietet Vorteile für Stellensuchende.

Statt bei Kaffee und Frühstück den Stellenanzeiger durchzublättern, surfen Sie mit Maus und Browser durch das Stellenangebot: Noch nie war die Arbeitssuche so einfach. Viele Jobportale verheissen einen schnellen Aufstieg auf der Karriereleiter. Auf der einen Seite stehen die Plattformen der Zeitungsverlage, auf der anderen Seite spezialisierte Portale. Alle wollen mit mehr oder weniger Komfort Arbeitgeber und -nehmer zusammenführen. Stellensuchende können ihre Profile anonym publizieren und kommen so eventuell zum Traumjob.

Zu den bekanntesten Verlegerportalen zählt www.job winner.ch, das Portal der Tamedia. Wer sich unter «My Jobwinner» gratis registriert, kann sein Profil hinterlegen und präsentiert sich so potenziellen Arbeitgebern und Personalbüros. Dazu serviert die Redaktion Tipps für Bewerbungen. Die Job-Suchmaschine verfügt über eine Stichwortsuche, die auch den Inseratetext durchforstet. Nicht immer passt nämlich der eigene Stellenwunsch in eine der Kategorien.

Ähnliche Leistungen bietet www.jobclick.ch, ein Unternehmen, an dem mehrere Verlage beteiligt sind. Hier fehlt die Stichwortsuche, dafür können die Abfragekriterien besonders fein eingestellt werden.

Eine reine Online-Stellenbörse ist www.jobpilot.ch - in Tests immer wieder hoch bewertet. Jobs können weltweit gesucht werden. Neben fein abgestuften Kategorien steht auch eine Volltextsuche zur Verfügung. Konkurrentin www.jobscout24.ch bietet ähnliche Funktionen.


Auch die Online-Stellensuche braucht viel Zeit

Seit kurzem ist die US-Börse www.monster.ch auch in der Schweiz aktiv. Sie verspricht, weltweit eine Million Stellen in der Datenbank zu halten. Trotzdem wirkt Monster sehr überschaubar.

Eine Übersicht über weitere Jobbörsen bietet der Jobkompass www.jobkompass. ch, der sich zwar an Hochschulabgänger richtet, jedoch viele nützliche Tipps für das Bedienen von Online-Stellenbörsen bereithält.

Trotz aller Annehmlichkeiten wie SMS-Alarm oder automatischem E-Mail-Versand ist die Online-Stellensuche fast ebenso zeitaufwändig wie das herkömmliche Studieren der Stellenanzeigen. Wer nichts verpassen will, muss alles im Auge behalten, entdeckt dafür aber auch Jobs in anderen Regionen, etwa in der Westschweiz oder im Tessin. Seinen Lebenslauf sollte man auf mehreren Plattformen gleichzeitig hinterlegen, um die Kontaktchancen zu erhöhen. Müssen Arbeitgeber für die Nutzung dieser Profil-Datenbank bezahlen, ist die Chance gross, seriöse Angebote zu erhalten.

Im Gegensatz dazu bringt ein simples Online-Stellengesuch den Traumjob kaum auf Anhieb. saldo hat auf einer grossen Plattform ein Inserat «Verkäuferin sucht...» publiziert. Die erfundene junge Frau erhielt zwar innert 24 Stunden drei verschiedene Angebote - allerdings alle von Herbalife-Verkäufern.

Bruno Habegger



Anklick

Jobsuche allgemein: www.jobsuchmaschine. ch/

Für Uni-Abgänger: www.diplom.ch/

Kaderstellen: http://de.topjobs.ch/

Humanitäre Jobs: www.reliefweb.int/vacancies/

Stellen beim Bund: www.stelle.admin.ch/

Für Akademiker: www.swiss-science.org

10. April 2002


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