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Fast in Originalgrösse leuchten die grünen Oliven, verführerisch heisst es «Olive extra vergine» auf der Packung der Thomy-Salatsauce. Umso enttäuschter war ein saldo-Leser aus Thun, als er nach dem Kauf der «Thomy-Spezialität» im Coop das Kleingedruckte auf der Verpackung las: Das teure «Extra-vergine»-Olivenöl macht nämlich nur 5 Prozent der Zutaten aus - vom deutlich billigeren Sonnenblumenöl hat es hingegen dreimal mehr drin. «Hier werden die Konsumenten irregeführt», beklagt er sich, erst recht weil auch der auf der Flasche abgebildete Tomaten-Mozzarella-Salat auf Olivenöl hindeutet.
Herstellerin Nestlé weist den Vorwurf der Irreführung zurück: Das Produkt sei transparent und gesetzeskonform deklariert, meint Pressesprecher Philippe Oertlé. Um die Salatsauce zu einem konkurrenzfähigen Preis anbieten zu können, sei aber die Mischung mit einem günstigen Bestandteil nötig.
Übrigens: «Extra vergine» darf sich nur ein Olivenöl nennen, dessen Säuregrad nicht über einem Prozent liegt. Allerdings lässt sich dies auch ganz legal durch das Panschen von billigem altem Olivenöl mit ein wenig teurem, hochstehendem Öl erreichen (saldo 14/01).
mü
26. Mai 2004
