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Artikel | K-Tipp 13/2004

Dubiose Gewinne

 

Schwindler und Abzocker nerven immer wieder mit der gleichen Masche. Und vielen Firmen und Behörden sind die Kunden egal. Hier bringt der K-Tipp die aktuellen Konsumenten-Ärgernisse.

- Lotterieglück aus Spanien? Betrug! Die Absender heissen European Lotteries, El Gordo de la Primitiva, Loterias y Apuestas del Estado oder tragen Fantasienamen wie Fortune Lotteria, Victoria State Lottery, El Mundo Lotto Company S. A. usw. Ihr Trick: Sie gaukeln den Empfängern Lotto-gewinne vor - doch dahinter stecken Betrüger, warnt die Europäische Verbraucherberatung in Wien. Sie wollen den Empfängern der frohen Botschaft eine Vorauszahlung abknöpfen - und damit verschwinden.

- Ankündigung nicht eingehalten. Es passiert immer wieder: Eine Versandfirma verspricht die Lieferung einer Artikelserie in monatlichen Abständen - und schon nach kurzer Zeit bleiben die Sendungen aus. So jüngst beim «Kristall-Kontor» der Firma Interbond aus Au SG. Sie wollte eine ganze Serie von Kristall-Tierfiguren verschicken - doch nach dem «Venezianischen Schwan» und dem «Lustigen Nilpferd» war Schluss. Angebote für regelmässige Lieferungen sind also mit Vorsicht zu geniessen.

- Intrum Justitia stoppt Inkasso. Zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer haben eine Zahlungsaufforderung der Intrum Justitia Deutschland erhalten. Die Forderung betraf angebliche Schulden bei einer H & H Media Consult in Dresden. Sie betreibt das Internet-Gewinnspiel «gewinnhammer.de», wo sich Wettfreudige gegen eine Monatsgebühr an zahlreichen Gewinnspielen beteiligen können.

Doch die Sache ist offensichtlich faul: Viele Empfänger sagen, sie hätten sich dort nie registriert. Inzwischen ist Intrum Deutschland stutzig geworden und hat das Inkasso gestoppt.

Auch die Münchner Anwaltskanzlei «Auer Witte Thiel» hatte Mahnungen für die H & H Media Consult versendet. Die Kanzlei hat diesen Auftrag ebenfalls gestoppt.

- Schenkkreise locken mit gefälschtem Mail. Unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit werden Gutgläubige in Schenkkreisen nach wie vor abgezockt. Um weitere Opfer zu finden, verteilen die Initianten von Schenkkreisen seit einiger Zeit Kopien eines Mails des Bundesamtes für Justiz; es erweckt den Anschein, Schenkkreise seien legal. Doch das Mail ist gefälscht. Schenkkreise sind - allen gegenteiligen Behauptungen zum Trotz - ein reines Schneeballsystem und somit gemäss Lotteriegesetz verboten.

(em/kel)

25. August 2004


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