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Banken verrechnen ihren Kunden sehr unterschiedliche Gebühren für den Einsatz der Maestro-Karte. Das zeigt ein Vergleich von K-Geld. Für vermögende Kunden ist die UBS die beste Wahl.
Der sorglose Umgang mit der Maestro-Karte oder der Postcard kann ins Geld gehen. Denn viele Banken verlangen von ihren Kunden happige Gebühren (siehe Tabelle).
K-Geld hat die Kosten für zwei Kunden verglichen:
- Musterkunde A braucht seine Karte selten. Er kommt - abgesehen von der Postcard - bei der Berner und der Zürcher Kantonalbank sowie der UBS mit Kosten von 44 Franken am günstigsten weg. Fast 20 Franken mehr zahlt er bei der Credit Suisse.
- Musterkunde B braucht seine Karte wesentlich häufiger, und er hat auch mehr Geld auf seinem Privat- und seinem Sparkonto. Credit Suisse und UBS erlassen ihren gutbetuchten Kunden die Gebühren teilweise. Die UBS ist hier am günstigsten.
- Die Postcard ist für beide Kunden sehr günstig. Aber im Ausland ist damit nur der Bargeldbezug möglich.
Bank Coop: Bezug im Inland gebührenfrei
Wer Gebühren sparen will, tut also gut daran, die richtige Bank zu wählen. So verlangt etwa die Bank Coop für den Einsatz der Maestro-Karte im Inland gar keine Gebühren. Andere Banken sowie die Post kassieren bei jedem Bezug an einem Fremdautomaten 2 Franken.
Aber aufgepasst: Die Berner Kantonalbank beispielsweise behandelt rund 3700 der insgesamt 5500 Geldautomaten in der Schweiz wie eigene Automaten und verlangt keine Gebühren. Dies betrifft die Automaten der anderen Kantonalbanken, aber auch jene von Raiffeisenbanken und Regionalbanken.
Die Post und die UBS hingegen gewähren Gratisbezüge nur an den eigenen Automaten. Bei der Post sind es deren 710, bei der UBS 960.
Kantonalbanken: Gratisbezug an 1300 Automaten
Folgende Tipps helfen Gebühren sparen:
- Allgemein: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank, bei welchen Geldautomaten der Bargeldbezug kostenlos ist.
- Bank Coop: Die Maestro-Karte der Bank ist sehr attraktiv. Der Bargeldbezug ist damit an allen Geldautomaten in der Schweiz gratis. Nur die Jahresgebühr ist mit 30 Franken etwas hoch.
- Zürcher und Basler Kantonalbank: Vermeiden Sie den Bargeldbezug an fremden Automaten. Er kostet 2 Franken. Gratis ist der Bezug allerdings nicht nur an den Automaten der Basler bzw. Zürcher Kantonalbank, sondern auch an jenen aller anderen Kantonalbanken. Insgesamt sind das rund 1300.
UBS: Unter 10 000 Franken auf dem Konto wirds teuer
- Berner Kantonalbank: Kunden der Berner Kantonalbank haben, wie oben erwähnt, 3700 Automaten für den kostenlosen Bezug zur Verfügung.
- Credit Suisse: Wer seine Karte selten braucht, kommt bei der Grossbank schlecht weg. Allein die Jahresgebühr beträgt 40 Franken.
- Migrosbank: Nutzen Sie die Maestro-Karte nicht für den täglichen Einkauf. Die Migrosbank verrechnet dafür jedes Mal 20 Rappen. Das summiert sich.
- Post: Meiden Sie Bancomaten. Denn die Post verlangt für jeden Bezug 2 Franken. Nutzen Sie stattdessen die 710 Postomaten, die 2400 Poststellen sowie die Kundendienste der Migros-Filialen. Dort gibts das Geld gratis.
- Raiffeisenbanken: Der Raiffeisen-Verband gibt seinen Banken nur Empfehlungen ab. Das heisst: Die Konditionen können von Bank zu Bank unterschiedlich sein. Erkundigen Sie sich deshalb bei Ihrem Institut. Immerhin: Franken-Bezüge sind an allen 5500 Bancomaten im Inland gratis.
- UBS: Achten Sie als UBS-Kunde darauf, dass Sie immer insgesamt 10 000 Franken auf Ihren Konti haben. So sparen Sie einiges an Gebühren.
Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
Welche Karte ist die günstigere? So einfach lässt sich diese Frage nicht beantworten. Klar ist, dass der Bargeldbezug mit der Maestro-Karte billiger ist - in der Schweiz ebenso wie im Ausland.
Gewisse Vorteile bietet die Kreditkarte hingegen beim Bezahlen im Ausland. So wird sie von mehr Geschäften akzeptiert. Zudem lassen sich mit der eigenen Bank höhere Limiten vereinbaren als jene der Maestro-Karte. Und: Kreditkartenbesitzer können Autos mieten, ohne eine Bar-Kaution zu hinterlegen.
Zudem werden Kreditkarten im Ausland innert 48 Stunden ersetzt. Bei der Maestro-Karte ist ein Ersatz im Ausland nicht möglich.
12. Oktober 2005 | Marco Diener
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