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Bereiten Sie sich auf das nächste Lohngespräch vor: Mit Gehaltsrechnern im Internet können Sie herausfinden, ob Sie genug verdienen.
Bekomme ich, was ich verdiene? Oder wäre längst eine Lohnerhöhung fällig? Und wie viel mehr kann ich verlangen? Solche Fragen stellen sich Ende Jahr viele Arbeitnehmer. Verlässliche Antworten haben die wenigsten, denn Schweizer sprechen untereinander bekanntlich nur selten über ihr Gehalt. Zum Glück gibt es im Internet Lohnrechner. Sie ermöglichen es, das eigene Einkommen mit dem anderer in ähnlichen Positionen zu vergleichen.
Der Lohnrechner des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes www.lohn-sgb.ch stützt sich auf Zahlen des Bundesamts für Statistik, die sich auf tatsächlich bezahlte Löhne beziehen. Alle zwei Jahre wird die Datenbasis erneuert. Die Seite ist benutzerfreundlich: Zuerst wählt man die Branche, dann seinen Beruf. Anschliessend gilt es, Fragen zur eigenen Ausbildung und Erfahrung zu beantworten. Neben jeder Frage steht ein Lupensymbol, hinter dem ergänzende Erklärungen stecken. Die Ergebnisse lassen sich ausdrucken oder als PDF-Dokument auf dem PC abspeichern.
www.jobpilot.ch: Eintrag von 265 000 Angestellten
Einen anderen Weg geht der Personalvermittler Jobpilot mit seinem Lohnrechner (www.job pilot.ch, danach «Gehaltstest» anklicken). Die Zahlen stammen nicht von Statistikern, sondern von den Nutzern selbst. Wer einen Vergleichslohn erfahren will, muss sein Gehalt angeben. Vorteil: Die Daten sind ständig aktuell.
Je mehr Lohnempfänger mitmachen, desto aussagekräftiger werden die Resultate. Mittlerweile sollen sich fast 265 000 Arbeitnehmer eingetragen haben - 68 000 allein im laufenden Jahr. Die Angaben bleiben anonym, nach dem Namen fragt niemand. Die erfassten Daten werden aber auf ihre Glaubwürdigkeit überprüft. «Damit die Ergebnisse nicht verzerrt werden, löschen wir unrealistische Datensätze», sagt Mediensprecher Christian Wüthrich.
Vergleich der Zahlen ergibt aussagekräftiges Resultat
Genau gleich funktioniert der Lohnrechner vom Stellenvermittler Jobwinner und dem Nachrichtenmagazin «Facts» (www.facts.ch/lohn rechner). Nach Angaben der Betreiber haben gut 50 000 Arbeitnehmer ihre Daten preisgegeben.
Es ist sinnvoll, alle drei Gehaltsrechner abzufragen und die Ergebnisse zu vergleichen. So wird es wahrscheinlicher, dass man herausfindet, wie viel einem wirklich zusteht.
12. Oktober 2005 | Franco Tonozzi
