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In einer Umfrage zur Zufriedenheit von Computerkäufern schneidet Apple am besten ab. Schlusslichter sind Acer und Packard Bell.
Computerhersteller buhlen in der Vorweihnachtszeit um die Gunst der Käufer. So sind Windows-PCs schon ab 700 Franken zu haben, Laptops ab 1100 Franken und selbst Apple senkt seine Preise laufend und verkauft neue Modelle bereits für 749 Franken. Erfreulich: Die Preise sind insgesamt gefallen. Heute kosten Laptops halb so viel wie vor fünf Jahren.
Doch sparen die Hersteller woanders? Die englische Konsumentenzeitschrift «Which» wollte wissen, wie zufrieden Benützer nach dem Kauf ihres Computers sind, und befragte über 15 000 Leser.
Computer sind anfällig. So muss selbst bei den Branchenbesten - Apple, Dell und Hewlett-Packard (HP) - eines von zehn Geräten im ersten Jahr zur Reparatur. Bei Compaq beträgt die Ausfallquote 16 Prozent. Bei Acer sind es 19 Prozent, das heisst jeder fünfte Computer gibt kurz nach dem Kauf den Geist auf.
Immerhin: In 68 Prozent der Reparaturfälle konnten die Hersteller den Schaden beim ersten Versuch beheben. Doch 10 Prozent der Befragten mussten ihre Geräte drei- oder gar viermal einschicken, bis sie wieder einwandfrei funktionierten.
Kundendienst: Am besten schneiden die Fachgeschäfte ab
Beim Kundendienst überzeugte keine Marke voll. Am besten schnitt die Beratung der Fachgeschäfte ab: 57 Prozent der Konsumenten bewerteten den Service als sehr gut. Bei den Apple-Kunden waren noch 39 Prozent sehr zufrieden, bei Fujitsu Siemens 30 Prozent. HP brachte es auf 25,5 Prozent sehr zufriedene Kunden, Dell auf 19 Prozent, Sony auf 17 Prozent und Acer gerade mal auf 16 Prozent.
Das heisst: Bei den meisten Marken können unkundige Käufer keine grosse telefonische Hilfe erwarten. Zudem gehen die Auskünfte rasch ins Geld: Bei Apple etwa sind die ersten 90 Tage nach dem Kauf gratis, danach kostet die Telefonberatung pauschal Fr. 70.25.
Dennoch schneidet Apple in der Gesamtbewertung am besten ab. 89 Prozent der Käufer würden die Marke einem Freund weiterempfehlen. Gut weg kommen auch die PC-Anbieter Dell und Sony mit 75 respektive 66 Prozent. Noch knapp jeder zweite Käufer würde HP (51 Prozent), Fujitsu Siemens (45 Prozent), IBM (44 Prozent) und Compaq (43 Prozent) empfehlen.
Schlechte Noten gibt es für den weltweit drittgrössten PC-Produzenten Acer (39 Prozent) und vor allem für Packard Bell (28 Prozent). Letzterer wirbt zurzeit damit, diesen Herbst in Europa am meisten Desktop-PCs zu verkaufen. Das Befragungsergebnis kommt da ungelegen. Service-Chef Dirk Kanwischer: «Wir führen aufgrund der Ergebnisse eine Kundenbefragung durch, um Punkte zur Verbesserung unserer Produkte herauszufinden.»
09. November 2005 | Marc Meschenmoser
