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Eine Forward-Hypothek lässt sich Monate vor Beginn ihrer Laufzeit abschliessen. Pech nur, wenn die Zinsen bis zum Start der Hypothek stabil bleiben oder fallen.
Die Hypothekarzinssätze sind Ende letzten Jahres sprunghaft gestiegen. Viele Wohneigentümer sehen darin die seit langem befürchtete Zinswende. Sie möchten von den nach wie vor attraktiven Zinssätzen profitieren, auch wenn ihre Hypothek erst in einigen Monaten zur Ablösung kommt.
Das ist mit einer so genannten Forward- oder Terminhypothek möglich. Gegen einen Zinsaufschlag von 0,1 bis 0,5 Prozent - je nach Laufzeit der Festhypothek und Dauer des Aufschubs - lassen sich damit die heutigen Zinssätze bis zu zwei Jahre im Voraus fixieren.
Aber Vorsicht: Bei sinkenden oder stabilen Zinsen bleiben die Hauseigentümer auf ihren teuren Hypotheken sitzen.
«Wir müssen uns bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses refinanzieren», begründet Jeannette Wild vom Raiffeisenverband das einseitige Verhalten der Banken. Und Georg Söntgerath von der Credit Suisse argumentiert, dass «die Bank auch nicht von fallenden Zinsen profitieren» könne.
«Es bleibt Sache des Kunden, was ihm wichtiger ist - Sicherheit oder Flexibilität», meint Roger Wiesendanger, Leiter Hypotheken-Management der Zürcher Kantonalbank. Beide Aspekte seien mit Risiken verbunden.
Immerhin: Wer gut pokert, bekommt die Forwardfixierung auch ohne Zinsaufschlag. «Das ist Verhandlungssache», heisst es bei den sechs grössten Hypothekarinstituten UBS, Credit Suisse, ZKB, BEKB, Raiffeisen-Verband, Migrosbank unisono.
Am kulantesten zeigt sich die Migrosbank: «Wir verzichten bis zu sechs Monate vor dem Termin auf den Zuschlag», sagt Migrosbank-Sprecher Stephan Züger.
01. Februar 2006 | Fredy Hämmerli
