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Auch K-Geld hat schon darauf hingewiesen: Die so genannten Schenkkreise sind verbotene Schneeballsysteme. Es geht hier nämlich weder ums Schenken noch um das Wohlergehen der Teilnehmenden - auch wenn bei den Treffen oft Lebenskraft, Liebe, Heilung oder Erfüllung angepriesen werden. Im Vordergrund steht vielmehr das Geldverdienen der Initianten. Zurück bleiben viele Geprellte (siehe auch K-Geld 5/04).
In Zürich wurden nun zwei Teilnehmer eines Schenkkreises vom Bezirksgericht zu je 400 Franken Busse verurteilt; dazu kommen happige Gerichts- und Anwaltskosten. Die Gebüssten hatten an einem Schenkkreis mitgemacht und damit gegen das Lotteriegesetz verstossen.
Ein Schenkkreis ist wie eine Pyramide aufgebaut und besteht aus vier einzelnen Kreisen. Wer allein in der Mitte steht, muss sich Mitspieler suchen und wird danach von den Mitgliedern des äussersten Kreises beschenkt. Daraufhin teilt sich der Schenkkreis in zwei Kreise und wird durch neue Personen, die zum Schenken bereit sind, ergänzt. So entstehen immer mehr Kreise.
Das Spiel geht aber nicht auf: Bereits in der 15. Runde müssten eine halbe Million Menschen mitmachen, um die Gewinne zu garantieren.
(em)
29. März 2006
