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Drogerien preisen ein Pulver aus Hagebutten gegen Arthrose an. Doch ob das teure Heilmittel etwas nützt, ist nicht bewiesen.
rnst zu nehmen sind, m?ssen die Studien in verschiedenen L?ndern in einem gr?sseren Umfang wiederholt werden», sagt der Rheumaexperte.
Sicher ist: Die Vertriebsfirma Nycomed aus W?denswil ZH verdient mit Litozin gutes Geld. 200 Gramm des Pr?parats kosten rund 75 Franken. Wer sich an die empfohlene Startdosierung h?lt, muss alle 40 Tage eine neue Dose kaufen. Weil das Mittel nicht als Medikament registriert ist, zahlt die Krankenkasse nichts.
Kunden bezahlen auch die aufw?ndige Werbung
Den hohen Preis f?r das Hagebuttenpulver begr?ndet Nycomed-Gesch?ftsf?hrer Karl Arnold mit dem betr?chtlichen Werbeaufwand, den man f?r das Mittel betreibe. Die Kritik von ?rzteseite bestreitet Arnold nicht: «Nat?rlich steht eine beweisende Studie noch aus.» Aber die ersten Hinweise seien ermutigend.
Mit der Werbekampagne weckt der Litozin-Vertreiber bei einem grossen Publikum Hoffnungen: Bis zu einem Viertel der ?ber 65-J?hrigen leidet unter schmerzhafter Arthrose - vor allem in den Knie- und H?ftgelenken. Bei den Betroffenen bildet sich die Knorpelschicht an den entsprechenden Stellen stark zur?ck. Wenn sich das Gelenk dann noch entz?ndet, werden die Schmerzen h?ufig unertr?glich.
Weitere Infos: www.rheumaliga.ch. Bei der Rheumaliga sind diverse Gratis-Brosch?ren und –Merkbl?tter zur Arthrose erh?ltlich.
So kann Arthrose behandelt werden
- Bewegung st?rkt die Muskeln und stabilisiert so die Gelenke. Empfehlenswert sind Schwimmen, Velofahren, Gymnastik und gezieltes Krafttraining.
- Bei ?bergewicht unbedingt abnehmen. ?berfl?ssige Pfunde belasten die Gelenke massiv.
- Warme Wickel oder Kuren in warmem Thermalwasser helfen bei Muskelverspannungen, Eisb?der und K?ltepackungen bei Entz?ndungen.
- Schuheinlagen und das Tragen guter Schuhe k?nnen den Schmerz mindern.
- Im Fall von Entz?ndungssch?ben sind Medikamente kaum zu vermeiden. H?ufig gen?gt ein einfaches Schmerzmittel. Reicht dies nicht aus, muss der Arzt allenfalls Entz?ndungshemmer verschreiben, die allerdings h?ufig Magenprobleme verursachen. Vorsicht ist bei den sogenannten Cox-2-Hemmern geboten. Diese k?nnen das Herzinfarktrisiko erh?hen.
- Bei starken Entz?ndungen verschaffen Kortisonspritzen ins betroffene Gelenk Erleichterung.
- Manchen Patienten hilft das Spritzen des k?nstlichen Schmiermittels Hyalurons?ure ins Gelenk.
- Bei starken Schmerzen k?nnen operative Eingriffe n?tig sein. Dabei werden Fehlstellungen von Gelenken korrigiert oder k?nstliche Gelenke implantiert.
10. Mai 2006 | Claudine Gaibrois
