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Artikel | K-Geld 1/2007

Festhypotheken - beliebt, aber teuer

Fünfjährige Festhypos waren seit 1986 deutlich teurer als variable und Libor-Hypotheken.

Die fünfjährige Festhypothek ist das beliebteste Finanzierungsmodell für Wohneigentum. Die Hausbesitzer lassen sich die Sicherheit einer ?xen Hypozinsbelastung während fünf Jahren aber einiges kosten.

Wer zum Beispiel zwischen 1997 und 2006 auf eine Libor-Hypothek setzte, zahlte für eine Hypothek in der Höhe von 400 000 Franken insgesamt rund 110 650 Franken Zinsen (siehe Tabelle). Mit zwei aufeinander folgenden fünfjährigen Festhypotheken waren die Zinskosten in der gleichen Periode um 87 500 Franken höher.

Grosse Unterschiede ergaben sich in allen zwölf untersuchten Zehnjahresperioden, wobei fünfjährige Festhypotheken bis auf eine Ausnahme (1989-1998) immer am teuersten waren.

Das liegt daran, dass langfristige Kredite in der Regel deutlich teurer sind als kurzfristige. Lange Festhypotheken lohnen sich nur, wenn die Zinsen nach Abschluss der Hypothek stark steigen und lange auf hohem Niveau bleiben.

In den Achtziger- und frühen Neunzigerjahren sind Hausbesitzer mit einer variablen Hypothek am besten gefahren, seit Mitte der Neunzigerjahre mit einer Libor-Hypothek.



Libor-Hypotheken

Libor-Hypotheken sind bei tiefen oder fallenden Zinsen die günstigste Form der Hausfinanzierung. Libor ist das Kürzel für den internationalen Geldmarktsatz, nach dem sich der Zinssatz dieser Hypothek richtet. Die Zinsanpassungen erfolgen im Rhythmus von drei oder sechs Monaten.

Wer sich vor einem starken Zinsanstieg schützen will, kann die Libor-Hypothek gegen Aufpreis mit einem Zinsdach versehen. Gegen Zinssteigerungen hilft auch die Aufteilung in Libor- und Festhypotheken (siehe auch Seite 28).

07. Februar 2007 | Philipp Lütscher


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