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Artikel | K-Tipp 3/2007

Schadstoffe in Cellulite-Cremen

Auch teure Cellulite-Cremen können Orangenhaut nicht wegzaubern. Viele Produkte enthalten schädliche Substanzen.

Schadstoffe in Cellulite-Cremen

Cellulite ist hormonell bedingt. In mehr oder weniger ausgeprägter Form betrifft sie die meisten Frauen. Mit dem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, denn Cellulite entsteht durch schwächer gewordenes Bindegewebe. Dies führt zu einer Ansammlung von Fettzellen.

Ob Cellulitemittel wirklich helfen, ist umstritten. «Nützt es nichts, so schadet es nicht», ist hier aber nicht unbedingt zutreffend: Die deutsche Zeitschrift «Öko-Test» hat nämlich 19 Cellulite-Produkte auf Schadstoffe untersucht. Viele enthielten gleich mehrere der unerwünschten Stoffe oder Stoffgruppen: allergieauslösende Duftstoffe, polyzyklische Moschusverbindungen, halogenorganische Verbindungen, Diethylphthalat, PEG(-Derivate) und grössere Mengen mineralische Öle.

Die beiden «sehr guten» Cellulite-Cremen sind nur in deutschen Drogerien erhältlich. Die besten auch in der Schweiz verkauften Cremen mit Testurteil «gut» sind (Preise pro 100 ml):
- Kneipp Traubenkernöl Intensiv-Creme, Cellulite Aktiv-Kur (Fr. 5.40)
- Logona Age Protection Anti Cellulite Massageöl (Fr. 25.80)
- Santa Verde Aloe Vera Cellulite Gel (Fr. 49.80)

In allen drei «guten» Cellulitemitteln waren bloss Citral und Geraniol enthalten. Diese beiden Substanzen sind zwar in der 26er-Liste mit allergisierenden Duftstoffen aufgeführt, aber nur als mässig allergen einzustufen. Das Logona Massageöl enthält einen weiteren Stoff der gleichen Kategorie, Coumarin, der entgegen der Vorschrift nicht deklariert wurde.

«Wunder darf man von Cellulitemitteln keine erwarten», betont «Öko-Test» und rät zu Sport, wenig Fett und Salz im Essen, zum Vermeiden des Jo-Jo-Effekts bei Diäten, zu zurückhaltendem Sonnenbaden und wenig Stress.


Quelle: «Öko-Test», Ausgabe 2/07, am Kiosk erhältlich für Fr. 6.90 oder unter Tel. 0049 69 365 06 26 26 oder bestellung@oekotest.de für 6 Euro inklusive Versandkosten zu bestellen.

14. Februar 2007 | Rolf Muntwyler


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