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Eine Gesundheitstipp-Stichprobe zeigt: Hersteller haben die schädlichen Fettsäuren aus Bratfetten reduziert. Der Grund: Die Behörden führen einen Höchstwert ein.
Noch vor einem Jahr war die Situation in der Schweiz alarmierend: In vielen Lebensmitteln fanden sich zum Teil grosse Mengen von Transfettsäuren. Sie sind gefährlich fürs Herz. Zudem stehen sie unter Verdacht, noch schneller dick zu machen als andere Fette.
Der Gesundheitstipp wies vor einem Jahr in vielen Fertigteigen hohe Mengen von Transfetten nach (Ausgabe 11/06). Die Hersteller versprachen damals Besserung.
Jetzt wollte es der Gesundheitstipp erneut wissen: Er schickte zehn pflanzliche Bratfette ins Labor und liess sie auf die gefährlichen Transfette untersuchen. Und tatsächlich: Keines der Produkte war zu beanstanden. Der höchste Anteil an Transfetten lag bei 0,65 Prozent des Fettgehalts. Besonders gut schnitten Sais Astra Cocos von Unilever und Suprema extra von Migros ab. Sie erzielten Werte von unter 0,2 Prozent (siehe Tabelle im pdf).
Alle Fette lagen deutlich unter dem Höchstwert von 2 Prozent, den das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nächsten Frühling einführen will. In Dänemark gilt der Höchstwert schon seit Jahren.
Neuer Höchstwert gilt auch für Teige, Gipfeli und Pizzas
Transfett-Spezialist Paolo Colombani vom Departement Lebensmittelwissenschaften der ETH Zürich: «Bratfette auf pflanzlicher Basis hatten teilweise sehr hohe Anteile von Transfettsäuren.» Doch zurzeit seien viele Hersteller daran, die Rezepturen ihrer Produkte zu verbessern, um Transfettwerte von unter 2 Prozent zu erreichen.
Der neue Höchstwert soll für alle pflanzlichen Öle und Fette gelten, aber auch für Lebensmittel, die solche enthalten: zum Beispiel Teige, Backwaren, Guetsli, Gipfeli, Fertigpizzas und Pommes frites.
Transfette entstehen bei der industriellen Bearbeitung der pflanzlichen Fette, etwa beim Härten. Sabine Helfer, Sprecherin des BAG, sagt: «Wir gehen davon aus, dass es heute möglich ist, industrielle Produkte mit wenig Transfettsäuren herzustellen.»
03. November 2007 | Sonja Marti
