|
(0) |
Im Sommer lief nicht viel mit Abspecken. Doch im Herbst geht es nun wieder flott voran: Drei der fünf Teilnehmenden haben ihr Ziel schon übertroffen.
Das Ziel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion «Fett weg» war klar definiert: Bis Ende Jahr wollten sie zehn Prozent leichter sein. Der Gesundheitstipp begleitete sie beim Abnehmen. Drei Teilnehmerinnen haben ihr Jahresziel schon jetzt übertroffen.
Alexia Buck aus Aadorf TG nahm mit der Weight-Watchers-Methode bis Ende Oktober 12 Kilo ab. Susanne Maag aus Volketswil ZH und Sabine Mancosu aus La Croix VD verloren bis zum Redaktionsschluss sogar je 13 Kilo – vier Kilo mehr, als sich die beiden Frauen vorgenommen hatten. Sabine Mancosu schaffte dies mit Hilfe des Internet-Programms eBalance. Und Susanne Maag befolgte die Tipps des Hausarztes Thomas Walser.
Sabine Mancosu sagt: «Die Teilnahme bei der Aktion macht mir Spass. Ich fühle mich vom Gesundheitstipp sehr gut unterstützt. Besonders spannend: Jeden Monat kann ich im Gesundheitstipp lesen, wie es den anderen ergeht.»
Der Erfolg der drei Gesundheitstipp-Leserinnen sollte über eines aber nicht hinwegtäuschen: Das Abnehmen fiel ihnen nicht immer leicht. Im Sommer harzte es bei einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern: Sie nahmen nicht mehr ab oder legten sogar wieder das eine oder andere Kilo zu.
Ernährungsspezialist Kurt Laederach vom Berner Inselspital erstaunt das nicht. Er sagt: «Es ist extrem selten, dass jemand ohne Rückschläge abnimmt.» Wenn das Gewicht stagniert, sei es wichtig, den Mut nicht zu verlieren und mit dem Abspeckprogramm weiterzumachen.
Der Berner Arzt empfiehlt auch, man solle nicht zu schnell abnehmen: «Ein Gewichtsverlust von fünf bis acht Kilo pro Jahr genügt. Damit kann man das Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes bereits deutlich senken.»
Abspecken: «Je einfacher eine Methode, desto besser»
Kurt Laederach sagt: «Je einfacher eine Methode zum Abnehmen ist, und je weniger sie einschränkt und verbietet, desto besser ist der Langzeiterfolg.» Aus diesem Grund rät der Abspeckspezialist von harten, einseitigen Diätprogrammen wie der Ananas-Diät ab.
Ein erfolgreiches Diätprogramm müsse vielmehr aus individuell angepassten Massnahmen bestehen, die sich gut in den Alltag einbauen lassen. «Man muss sich bewusst werden, wie viele Kalorien die Lebensmittel enthalten, die man jeden Tag zu sich nimmt», sagt Kurt Laederach. «Das ist entscheidend für den Erfolg.»
So ist es denn für Laederach kein Zufall: Just jene Teilnehmerinnen der Aktion «Fett weg» haben am meisten abgenommen, die eine einfache, moderate Abspeckmethode wählten. Zum Beispiel Sabine Mancosu. Sie hat auf eine gesündere Ernährung umgestellt: «Ich esse jetzt mehr Salat und Fisch und weniger Teigwaren», berichtet sie. «Früher nahm ich jeden Tag einen Zvieri zu mir – heute nicht mehr.»
Weitere Infos
Die Ausstellung «Voll fett» (August 07 bis Juli 08) informiert unterhaltsam über Ernährungstrends und Schönheitsideale (Mühle Tiefenbrunnen, Seefeldstrasse 231, Zürich, Di bis Sa 14–17 Uhr, So 10–17 Uhr, www.muehlerama.ch).
03. November 2007 | Andreas Gossweiler
