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Die Credit Suisse hat ein neues Angebot für die 3. Säule lanciert. Ein 3a-Zinskonto oder ein Wertschriftenkonto ist aber meist rentabler.
Die Credit Suisse verspricht Vorsorgesparern Grosses: «Mit maximaler Sicherheit am Aktienmarkt partizipieren.» Konkret geht es um das neue 3a-Produkt CSA Swiss Index Protected. Es soll die Vorteile des sicheren Sparens mit den zusätzlichen Renditeaussichten von Aktienanlagen kombinieren.
Mit dem neuen CS-Vorsorgeprodukt partizipieren die 3a-Sparer zu 40 Prozent an der Entwicklung des Swiss Market Index (SMI). Auch wenn der SMI nach Ablauf der fixen fünfjährigen Laufzeit unter den jetzigen Stand fallen sollte, erhalten die Anleger eine Mindestrendite von 7,5 Prozent.
Jahresrendite ist mit 1,5 Prozent wesentlich geringer
Für die CS ist dieses Sparmodell «innovativ». So neu ist diese Vorsorgelösung aber nicht: Die St. Galler Kantonalbank hat im letzten Jahr ein Produkt mit ähnlichen Konditionen herausgegeben und die Zürcher Kantonalbank diesen September.
Sind solche Vorsorgelösungen eine echte Alternative zu einem 3a-Zinskonto oder einem 3a-Wertschriftenkonto? «Das neue CS-Produkt sieht nur auf den ersten Blick gut aus», meint Thomas Metzger, Leiter VZ Vermögenszentrum Zürich. Was die Werbung nicht offen sagt: Die garantierte Rendite von 7,5 Prozent bezieht sich auf die gesamte Laufzeit von fünf Jahren. Pro Jahr bleiben da nur magere 1,5 Prozent. Zum Vergleich: Die Banca Popolare di Sondrio zahlt derzeit für ein Säule-3a-Konto 2,5 Prozent Zins, die Bank Brienz Oberhasli ab 1. Dezember sogar 3 Prozent. Hinzu kommt bei diesen Konten noch der Zinseszins.
Auch wenn der SMI in den kommenden fünf Jahren beispielsweise um 45 Prozent zulegt, sind die Renditen nicht berauschend. Die CS gewährt dann eine Gesamtrendite von 18 Prozent. Umgerechnet aufs Jahr sind das im Durchschnitt gerade mal 3,6 Prozent. Bei einer derart positiven Entwicklung der Börse würde ein Sparer, der auf ein 3a-Wertschriftenkonto mit hohem Aktienanteil setzt, klar besser fahren, sagt Metzger.
Für sicheres Sparen empfiehlt sich das 3a-Zinskonto
Gemäss dem VZ-Spezialisten gibt es kaum Szenarios, bei denen das neue CS-Kapitalschutzprodukt die beste Rendite abwirft. Das zeigt auch ein fiktiver Vergleich zwischen verschiedenen 3a-Vorsorgemöglichkeiten der CS (siehe Tabelle). Hätte jemand vor fünf Jahren 6000 Franken angelegt, dann wäre der Gewinn mit einem Wertschriftenkonto am höchsten: Fr. 8321.35 (38,69 Prozent Gesamtrendite) würden heute auf einem Mixta-BVG-Konto liegen. Hätte es das CSA Swiss Index Protected 2002 schon ge-geben, würde es mit einer Gesamtrendite von 32,9 Prozent ebenfalls recht gut abschneiden. Eine Gesamtrendite von nur gerade mickrigen 7,94 Prozent hätte das Säule-3a-Zinskonto der CS eingebracht.
Bei diesem Vergleich gilt es zu beachten, dass die Aktienkurse seit März 2003 in einem Mass angestiegen sind wie kaum je zuvor. Umgekehrt waren die Zinsen 2004/2005 auf einem Rekordtief. In Zukunft dürften die Zinsen wieder auf einem höheren Niveau liegen.
Wer kurzfristig investieren und auf Nummer sicher gehen will, dem empfiehlt Thomas Metzger ein klassisches 3a-Zinskonto. Leuten, die grundsätzlich risikofreudig sind und ihr Guthaben über viele Jahre nicht beziehen wollen, rät er zu einem Wertschriftenkonto. Er will aber auch niemanden davon abbringen, auf das CSA Swiss Index Protected zu setzen: «Wenn sich der Sparer bewusst ist, dass er im besten Fall nur etwas mehr Rendite erzielt als mit einem Zinskonto, kann er das ruhig machen.»
18. November 2007 | Thomas Lattmann
