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Der Emmi-Joghurtdrink Benecol soll gut sein für Leute mit erhöhtem Cholesterinspiegel. Experten bezweifeln das.
Beat Schlatter tut etwas gegen seinen leicht erhöhten Cholesterinspiegel, behauptet eine Werbekampagne des Milchkonzerns Emmi: Der Komiker trinkt das angeblich cholesterinsenkende Emmi-Joghurtgetränk Benecol. Ob das wirklich viel bringt, bezweifeln Experten. «Mir ist keine Studie bekannt, die belegt, dass man durch die Einnahme eines speziellen Lebensmittels gezielt seinen Cholesterinspiegel senken könnte», sagt Matthias Bopp vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich.
Emmi-Sprecherin Ruth Stadelmann sieht es anders: «Mehr als 40 wissenschaftliche Studien belegen, dass es durch die in Benecol enthaltene Substanz Stanol bis zu einer 10-prozentigen Senkung des Cholesterinspiegels kommen kann.»
Der Lausanner Medizinprofessor Roger Darioli dämpft allzu grosse Erwartungen: «Es gibt noch keine wissenschaftliche Studie, die beweist, dass Stanol zu einer Reduktion des Herzinfarktrisikos geführt hat.»
Zweifelhaft ist auch die wissenschaftliche Basis der Werbekampagne: Emmi behauptet, dass 30 Prozent aller Schweizer einen leicht erhöhten Cholesterinspiegel haben. Zur Begründung ihrer Zahlen verweist Emmi auf die Monica-Studie von 1992. Neuere, gesicherte Daten seien nicht verfügbar. «Das stimmt nicht. Und: Die Monica-Studie kann nicht einfach auf die Deutschschweiz übertragen werden, da die Daten nur in den Kantonen Freiburg, Waadt und Tessin erhoben wurden», sagt Matthias Bopp.
03. März 2008
