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Ein Berater des Allgemeinen Wirtschaftsdienstes (AWD) hat mir den Abschluss einer Fondspolice bei der Generali empfohlen. Ich bin erst 24 Jahre alt und die Laufzeit der Police beträgt 40 Jahre. Soll ich mich darauf einlassen?
Für junge Leute wie Sie ist der Abschluss einer Fondspolice kaum sinnvoll. Die Nachteile überwiegen die allfälligen Vorteile. Wer nämlich keine Hinterbliebenen finanziell absichern muss, zahlt einen beachtlichen Teil der Prämie für das obligatorisch mitversicherte Todesfallkapital umsonst.
Und: Wollen Sie die Police eines Tages vorzeitig auflösen, weil Sie beispielsweise Bares für den Kauf eines Eigenheims oder für eine andere grössere Anschaffung benötigen, dürften Sie ziemlich viel Geld verlieren, weil die Gesellschaft die noch nicht amortisierten Abschlusskosten von Ihrem Fondsguthaben abzieht.
Wenn Sie langfristig mit Fonds sparen wollen, dann am besten mit einem Fondssparplan bei einer Bank: Erstens sind diese meist wesentlich kostengünstiger als Fondspolicen der Versicherungen und zweitens können Sie hier flexibel einzahlen und jederzeit Rückzüge tätigen.
Falls Sie Geld fürs Alter oder für den späteren Kauf eines Eigenheims auf die Seite legen wollen, empfiehlt sich ein Säule-3a-Wertschriftenkonto.
Möchten Sie sich dennoch gegen den Todesfall versichern, ist der separate Abschluss einer reinen Todesfallrisiko-Police sinnvoller als eine Fondspolice. Übrigens: Die Fondspolice der Generali ist im Vergleich zu Produkten anderer Anbieter recht teuer, weil sie unabhängig von der Entwicklung der Fonds bei Ablauf der Police ein minimales Erlebensfallkapital garantiert.
26. Mai 2008 | plü
