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Die meisten Sonnencremen enthalten UV-Filter, die in Verdacht stehen, wie Hormone zu wirken. Naturkosmetik-Produkte mit mineralischen Filtern sind deshalb erste Wahl, sagt das Magazin «Öko-Test».
Sonnencremen gehören zwingend ins Reisegepäck. Doch welches Produkt ist empfehlenswert? Die deutsche Zeitschrift «Öko-Test» liess 23 Sonnenschutzmittel auf problematische UV-Filter und umstrittene Substanzen untersuchen.
Fazit: Am besten schneiden Cremen aus der Naturkosmetik ab:
Diese Produkte kommen ganz ohne chemische UV-Filter aus. Bei der «Öko-Test»-Analyse fanden Experten in 16 der insgesamt 23 Produkte problematische UV-Filter.
Schweizer Wissenschaftler haben in mehreren Untersuchungen festgestellt, dass etliche chemische UV-Filter im Tierversuch wie Hormone wirken. Auch in menschlicher Muttermilch sind Rückstände aus chemischen UV-Filtern zu finden. Der Gesundheitstipp hat mehrmals darüber berichtet.
Sonnencremen der Naturkosmetik hingegen enthalten mineralische Filter. Sie reflektieren die Sonnenstrahlen an der Hautoberfläche. Laut «Öko-Test» sind solche Produkte deshalb am besten: «Die Stoffe gelten im Gegensatz zu etlichen chemischen Filtern nicht als hormonell wirksam, und sie lösen keine Allergien aus.»
Doch auch «natürliche» Sonnencremen sind nicht über jeden Verdacht erhaben: Damit sich die mineralischen Lichtschutzstoffe auf der Haut besser verteilen lassen, verwenden die Produzenten neuerdings Nanopartikel. Alle aufgelisteten Produkte enthielten gemäss Herstellern die umstrittenen Teilchen. Diese können zwar nicht durch gesunde Haut dringen. Doch was bei geschädigter Haut geschieht, haben Forscher noch nicht ausreichend geklärt. Die Hersteller sagen, es gebe keine gesundheitlichen Risiken: Nanopartikel könnten die Haut nachweislich nicht durchdringen, «weil diese zu gross seien».
Trotz dieser Diskussion halten die «Öko-Test»-Fachleute mineralische UV-Filter für die zurzeit beste Variante des Sonnenschutzes.
Sonnenschutz: Das müssen Sie wissen
30. Juni 2008 | Gabriela Braun
