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E-Mails unterwegs auf dem Handy lesen: Mit modernen Mobiltelefonen, einigen Regeln und dem richtigen Abo ist elektronische Post über das Telefon einfach und günstig.
Wer eine E-Mail auf dem Handy liest, kriegt diese per Internet angeliefert. Diese Internetverbindung wird nach Datenmenge abgerechnet. Das kostet zwischen wenig und horrend viel: Reine Textmitteilungen verursachen wenig Datenverkehr und Kosten, Beilagen wie Fotos können hingegen teuer werden. Die Kosten sind von Handy-Anbieter, Mail-Adresse und Standort abhängig. So bieten alle Anbieter Pakete an, bei denen bestimmte Datenmengen inbegriffen sind. Zusätzliche Megabytes sind dann aber oft teuer, und die Pakete gelten meist nur innerhalb der Schweiz.
Alle E-Mails für fünf Franken pro Monat
So kann man etwa bei Orange in der Schweiz eine unbeschränkte Anzahl Mails aus dem Orange-Postfach (xxx@orange.ch) abholen. Kosten: Fr. 5.– pro Monat. Benützt man hingegen eine andere Mail-Adresse, zahlt man Fr. 2.50 pro Megabyte. Mit einem Megabyte lassen sich bestenfalls rund 100 Textseiten (ohne Bild!) verschicken. Wer gar eine E-Mail auf der Ferienkreuzfahrt mit seinem Sunrise-Handy abruft, zahlt Fr. 20.– pro Megabyte, eine Mitteilung kostet so schnell einige Franken. Nur ein Telefon mit dem Kundendienst oder ein Blick auf die Homepage des Anbieters verschafft letztlich Klarheit über die genauen Kosten.
E-Mail per SMS
Oft will man gar nicht alle Mails auf seinem Handy haben, sondern nur eine bestimmte Nachricht. Hier hilft die Benachrichtigung via SMS. Sobald eine neue E-Mail im Posteingang des Computers ist, erhält man eine Kurzmitteilung mit Absender- name und Betreff. Diese SMS enthält ferner einen Internet-Link, unter dem man – allerdings kostenpflichtig – die ganze Nachricht lesen kann. Je nach Anbieter lässt sich mehr oder minder genau definieren, ob alle oder nur bestimmte E-Mails eine SMS auslösen.
Die SMS-Benachrichtigung können Swisscom-Kunden kostenlos unter www.swisscom.ch (> Internet > E-Mail > E-Mail übers Handy) aktivieren. Abonnenten von Orange finden im Internet einen ähnlichen Dienst unter www.orange.ch > mail.
Spezielle Mail-Adresse für Handy-Empfang
Es ist vorteilhaft, bei seinem Handy-Anbieter eine spezielle, kostenlose E-Mail-Adresse für sein Telefon zu eröffnen. Diese teilt man dann nur wichtigen Kommunikationspartnern mit. Ergänzend kann man in seinem üblichen Postfach Weiterleitungsfilter definieren. Diese leiten dann gezielt nur Mails mit bestimmten Absendern oder Betreffzeilen weiter.
Nur Kopfzeilen auf dem Handy
Moderne Mobiltelefone verfügen über ein vollwertiges Mailprogramm. Dieses holt die Post von einem Postfach mittels POP (Post Office Protocol) direkt ab. Bei www.sonyericsson.com > Support kann man seine E-Mail-Angaben bequem im Browser eintippen, das Handy wird dann per SMS konfiguriert. Bei Nokia.ch findet sich im Internet Ähnliches unter Support > Setup > Online-Konfiguration.
Wer bei einer ersten Kontaktaufnahme nur Absenderinfo und Betreffzeile der Nachrichten abholt, spart Zeit und Kosten. In einem zweiten Durchlauf kann man dann ausgewählte Mitteilungen komplett auf das Handy laden. Die nötigen Einstellungen finden sich in der Bedienungsanleitung der Mobiltelefone.
Vorsicht: Schalten Sie an Ihrem Handy die automatische Mail-Abfrage unbedingt aus. Sonst verbindet sich das Telefon alle paar Minuten mit dem Internet. Und das kann ins Geld gehen.
Verbrauch prüfen
Prüfen Sie sporadisch, wie viel Datenverkehr Ihr Mobiltelefon schon verursacht hat. Bei modernen Nokias, zum Beispiel, lässt sich das unter Menü, Protokoll, Paketdaten abrufen. Wer sein Abo bei Swisscom hat, kann an die Nummer 444 die Meldung «STATUS» senden. In der Antwort steht dann, wie viele Megabytes der Kunde schon empfangen hat. Bei anderen Anbietern muss er dazu die Hotline anrufen.
17. August 2008 | Kurt Haupt
