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Langfristig lässt sich mit Aktien immer Geld verdienen. Und zwar mehr als mit Obligationen 0der sonstigen festverzinslichen Anlagen. Doch nun gilt diese Regel erstmals nicht mehr.
Von Ende September 1998 bis Ende September 2008 haben die Anleger mit Aktien erstmals praktisch nichts verdient.
Konkret: Wer 1998 sein Geld in die weltweit gestreuten Aktien des Aktienindexes MSCI World investiert hat, steht heute mit einer Gesamtrendite von knapp 1 Prozent da. Die Teuerung in der Schweiz von rund 12 Prozent noch nicht einmal eingerechnet.
In den letzten 35 Jahren hat es dies noch nie gegeben. In jeder beliebigen anderen 10-Jahres-Periode erzielten Aktien einen satten Gewinn (siehe Grafik im pdf-Artikel).
Manchmal war er gar gigantisch. So stieg der Wert von Aktien in den zehn Jahren von 1979 bis 1989 um mehr als das Dreifache.
Grund für die Baisse der Aktien in den letzten zehn Jahren: In diese Dekade fielen gleich zwei Börsencrashs: Zwischen 2000 und 2002 halbierte sich der Wert der Aktien weltweit. Und seit Herbst 2007 büssten sie gleich noch einmal gewaltig ein. Die Aufschwungphasen Ende der Neunzigerjahre und zwischen 2003 und 2007 waren nicht kräftig genug, um Aktienanlagen insgesamt eine wirklich positive Rendite zu bescheren.
18. Oktober 2008 | fh
