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Nirgendwo gibt es mehr Radiostationen als im Internet. Mit einem speziellen Radio können Sie die digitalen Sender hören, ohne den Computer einschalten zu müssen.
Mit einem Internetradio empfangen Sie Zehntausende Radiosender aus aller Welt – von Radio Basilisk über Musikwelle bis India FM: Nicht nur die grossen Radiostationen senden übers Internet, auch viele kleine Spartensender. Wer will, kann also den ganzen Tag Blues aus New Orleans oder TripHop aus Singapur hören.
Teils unlogisch aufgebaute Menüs
Der Clou: Dank eines speziellen Radios mit eingebautem Lautsprecher geht das auch ohne Computer. Ein Gerät kostet zwischen 200 und 400 Franken. Zusätzlich brauchen Sie einen schnellen Internetzugang.
Die Installation der Radios ist relativ einfach: Auspacken, via Kabel oder drahtlos mit dem Internet verbinden, einschalten – und los gehts. Allerdings ist die Eingabe des Passworts fürs kabellose Netzwerk oft sehr mühsam. Auch die Bedienung der Radios hat einige Tücken: So sind die Menüs zum Teil nicht logisch aufgebaut.
Meist sind die Radiostationen aber auf dem Gerätedisplay nach Land und Musikrichtung gegliedert. Wollen Sie zum Beispiel DRS 4 hören, wählen Sie in einer Liste zuerst die Schweiz, danach die Kategorie News und schliesslich DRS 4. Bei vielen Geräten können Sie den Sender dann auf eine einzelne Taste speichern (siehe unten).
Die Anzahl der verfügbaren Stationen schwankt zwischen 10 000 und 15 000. Fehlt Ihr Lieblingssender, können Sie ihn selber hinzufügen. Die entsprechende Website findet man im jeweiligen Handbuch.
Zudem reagieren die meisten Empfänger verzögert. Wenn Sie also Ihren Lieblingssender anwählen, kann es ein paar Sekunden dauern, bis er startet. Der Grund: Die Geräte müssen erst alle Daten im Internet zusammensuchen.
Wichtige Sendungen zeitversetzt hören
Die Tonqualität der Programme im Internet bestimmen die Radiostationen – die grossen senden in CD-Qualität. Bei kleineren Spartensendern kann es zu Unterbrüchen oder Störungen kommen. Bietet Ihnen der eingebaute Lautsprecher des Radios qualitativ zu wenig, lässt sich das Gerät an die Stereoanlage anschliessen.
Internetradios spielen auch aufgezeichnete Sendungen ab, sogenannte Podcasts. Sie können also z. B. das «Echo der Zeit» erst um 21 Uhr hören. Alle grösseren Radiostationen bieten die wichtigsten Sendungen als Podcast an.
Per Internet-Radio können Sie auch auf Ihre digitale Musiksammlung zugreifen. Dazu muss aber der PC eingeschaltet sein.
Übrigens: Als Einzige auf dem Markt ist die Pico-Modellreihe von Revo nicht an eine Steckdose gebunden. Die Geräte verfügen über einen eingebauten Akku, der für rund 6 Stunden Strom liefert.
Das müssen Sie vor dem Kauf wissen
11. November 2008 | Christian Birmele, Redaktor K-Tipp
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