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Artikel | K-Tipp 20/2008

An der Bildschärfe mangelts häufig

100 Fotos in einem einzigen Fotorahmen: Tönt gut, aber im K-Tipp-Test gabs für zwei digitale Fotorahmen die Note «ungenügend». Das Fazit: Auf die Bildschirmauflösung kommt es an.

Fotos ausdrucken, rahmen oder einkleben wird überflüssig. Mit einem digitalen Bilderrahmen haben Sie ein ganzes Fotoalbum: Die Geräte bestehen hauptsächlich aus einem postkartengrossen Bildschirm, der alle gespeicherten Bilder wie in einer Diavorführung abspielt.


Speicherkarte in den Rahmen – und los gehts

Und so funktionierts: Einfach die Speicherkarte aus der Digitalkamera in den Rahmen stecken, und schon können Sie die darauf gespeicherten Bilder ansehen. Die meisten Rahmen akzeptieren auch USB-Sticks und lassen sich an Computer anschliessen.

Wie viele Fotos auf einem «Rahmen» Platz haben, hängt von der Grösse der Speicherkarte und vom internen Speicher ab. Die vom K-Tipp getesteten Produkte können zwischen 15 und 500 Bilder speichern (siehe Tabelle im pdf-Artikel). Faustregel: Ein Bild braucht etwa 1 Megabyte (MB) Speicherplatz.

Wer allerdings nicht aufpasst, kauft einen Bilderrahmen, auf dem das Foto des Sonnenuntergangs seltsam fahl ist oder die abgelichteten Personen einen roten Kopf haben. Wichtig ist auch, dass die Bilder sowohl von der Seite als auch im Sonnenlicht gut sichtbar sind.


«Absoluter Horror, der Bildschirm flackert»

Insgesamt sind Bilderrahmen mit hoher Auflösung besser als solche mit weniger Pixeln (siehe Tabelle im pdf-Artikel). Das ergab ein Praxistest mit zehn digitalen Fotorahmen. 12 Bildspezialisten der Berufsschule für Gestaltung Zürich testeten die Fotorahmen auf Farbfehler, Schärfe, Kontrast, störende Reflexionen und Betrachtungswinkel.

Der DPF080 von Sapphire überzeugte in allen Kriterien. Beim Sony-Rahmen bemängelten die angehenden Techno-Polygrafen Spiegelungen: «Die ständigen Reflexionen stören», notierte eine Testperson.

Beim Betrachtungswinkel einer der besten, aber punkto Schärfe, Kontrast und Farbe ungenügend ist das Hama-Produkt: «Absoluter Horror. Das Bild ist verzogen, der Bildschirm flackert, und alle Fotos haben einen extremen Gelbstich», heisst es in den Testnotizen. «Das ist unser Einstiegsmodell. Wir sind uns aber der Thematik bewusst und werden nächstes Jahr bessere Geräte herausbringen», verspricht Oliver Mayer von Hama.

Ähnlich reagierte Agfa, deren Rahmen ebenfalls ungenügend ist. Sie hätten keine Reklamationen wegen schlechter Auflösung oder Qualität erhalten, hält Andreas Röhrl von Agfa fest.   


Kauftipps

  • Prüfen Sie, ob die Speicherkarte Ihrer Kamera in den Bilderrahmen passt. Der Raffaello von Aiptek zum Beispiel kann nur SD- und MMC-Karten lesen.
  • Lassen Sie sich eigene Bilder auf dem digitalen Fotorahmen vorführen. Halten Sie den Rahmen ans Licht, drehen Sie ihn hin und her: Ist das Bild immer gut sichtbar?
  • Die K-Tipp-Stichprobe und andere Tests zeigen: Ein guter Rahmen sollte eine Auflösung von mindestens 800 x 480 Pixeln haben.
  • Achten Sie auf einfache Bedienbarkeit. Auch Menschen ohne Vorkenntnisse sollten problemlos von einem Bild zum nächsten wechseln können. Den meisten Rahmen liegt zudem eine Fernbedienung bei.
  • Einige Geräte haben keinen eingebauten Speicher. Sie müssen also zusätzlich eine Speicherkarte kaufen.

24. November 2008 | Christian Birmele


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