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USA-Neulinge erfahren in diesem hervorragenden Buch, was Foodies sind, wie ein Arztbesuch in Amerika abläuft oder welche Romane das Leben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten am besten illustrieren.
Der Begriff Foodie steht nicht für Fresssack, sondern ist die Bezeichnung für Amerikaner, die alles essen, was hervorragend schmeckt. Ein echter Foodie hat die «New York Times» nur wegen der Restaurantkritiken abonniert und liest die «Best-Eats»-Listen der Stadtmagazine wie Kriminalromane.
«Gebrauchsanweisung für die USA» von Autor Adriano Sack ist voller Betrachtungen über die Lebensweise und das Wesen der Amerikaner. Das Buch ist zwar kein klassischer Reiseführer, der mit vielen Daten aufwartet. Aber es gewährt durch die Augen des in New York wohnhaften Autors tiefere Einblicke in den American Way of Life und eignet sich daher besonders für USA-Unerfahrene.
Gewissermassen als Nebenprodukt resultieren aus den kurzweilig erzählten Beobachtungen von Sack viele praktisch nutzbare Tipps. Als Vorbereitung auf Land und Leute empfiehlt er beispielsweise einen Roman wie «American Pastoral» von Philip Roth oder das Drogenbuch «Jesus’s Son» von Denis Johnson. Auf zwei Seiten stehen zudem Tipps für 15 klassische amerikanische Gerichte wie Soft Tacos oder New York Bagels, die man während des Aufenthalts in den Staaten probieren sollte.
Hilfreich ist auch das Kapitel, in dem Sack über seinen Arztbesuch nach einer allergischen Reaktion auf rohen Fenchel berichtet. Bevor ihn der Arzt untersuchte, musste Autor Sack eine Nichthaftungserklärung unterzeichnen, einen Fragebogen ausfüllen und Bargeld an einem Bancomaten abheben.
Adriano Sack, «Gebrauchsanweisung für die USA», Piper, ca. Fr. 27.–
19. Januar 2009
