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Der K-Tipp hat verglichen, wie viel 12 Musikalben bei den 6 grössten Musik-Download-Portalen kosten. Resultat: Die Preisdifferenzen sind zum Teil sehr gross.
Schweizer Musik, spezielle Klassik- oder Jazz-Stücke sind zum kostenlosen Download im Internet schwer zu finden. Die grossen Internet-Tauschbörsen haben zwar Tausende Musiktitel gespeichert, aber hauptsächlich weltweite Hits (siehe unten).
Der K-Tipp hat darum die Preise von 12 Musikalben bei den Portalen iTunes, Exlibris.ch, Music.nokia.ch, MSN.ch, Musicload.ch und i-m.ch (Migros) verglichen. Resultat: Die Preisunterschiede sind beträchtlich. Während das neue Plüsch-Album bei Musicload.ch rund 12 Franken kostet, ist es bei i-m.ch mit 18 Franken 50 Prozent teurer.
Die grösste Preisdifferenz gibts bei der Oper «Aida». Bei iTunes ist der Klassiker für 13 Franken zu haben. Musicload.ch verrechnet mit Fr. 29.50 mehr als doppelt so viel. Immerhin: Musicload.ch bietet von allen Portalen die höchste Datenqualität. Fakt ist: Alle verglichenen Musiktitel haben annähernd CD-Qualität.
Der Download ist aber nicht immer billiger. Darum hat der K-Tipp auch den Preis einer normalen CD in den Vergleich einbezogen. Und siehe da: die CD «Die grossen Lach-Hits – Jubiläum 30 Jahre» von Kliby und Caroline ist mit Fr. 23.60 bei 1advd.ch als Aktion 20 Prozent günstiger als der Download bei Migros oder MSN.ch.
Migros-Sprecherin Monika Weibel dazu: «Wir sind mit der Situation nicht zufrieden und werden eine Lösung suchen.»
Absurde Kopiersperre
Die Downloads von Migros, MSN und Nokia gibts nur mit Kopiersperre (in der Tabelle im pdf-Artikel mit rotem Punkt). Damit kann die Musik nicht auf allen Geräten abgespielt werden – der weit verbreitete iPod wird zum Beispiel explizit nicht unterstützt. Wie absurd die Einschränkungen sind, geben einige Portal-Betreiber selbst zu.
So heisst es auf Hilfeseiten sinngemäss: Falls das Gerät nicht unterstützt wird, brennen Sie die Titel auf CD und kopieren Sie sie zurück auf den PC. Die Portal-Betreiber schieben die Schuld auf die Musikfirmen. Sie würden die Bedingungen diktieren. Positiv: Alle Portale versprechen, noch dieses Jahr auf sämtliche Kopiersperren zu verzichten.
Gratis-Musik auf Tauschbörsen
Gratis-Musik zum persönlichen Gebrauch aus dem Internet herunterzuladen, ist in der Schweiz legal. Illegal ist der sogenannte Upload. Das heisst: Ein Album aus dem Internet auf den Computer holen ist problemlos. Das gleiche Album aber im Internet zur Verfügung zu stellen, ist nicht erlaubt. Das Problem: Download und Upload sind bei vielen Internet-Tauschbörsen eng verknüpft. Wer ein Album herunterlädt, stellt es meist gleichzeitig auch im Internet zur Verfügung. Sonst sind die Online-Musikshops eine gute Alternative. Und: Sie haben den gewünschten Song sofort zur Verfügung.
22. März 2009 | Christian Birmele, Redaktor K-Tipp
