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Internet-Inhalte kann man nicht so leicht ablegen wie ein Papierdokument. Doch es gibt praktische Werkzeuge, um interessante Websites aufzubewahren.
Dokumente auf Papier vermitteln ihre Informationen noch nach Jahrhunderten – meist ohne Hilfsmittel. Grössere Hürden stellen sich bei digitalen Dokumenten: Sie sind in unterschiedlichen, sich häufig ändernden Dateiformaten abgefasst. Dabei ist der Nutzer auf Lesegeräte wie Computer oder Handy angewiesen.
Bei Inhalten im Internet ist es noch komplizierter: Das Web ist ein flüchtiges Medium, die meisten Sites ändern ihre Inhalte häufig. Selbst die Betreiber von Internetseiten speichern sie nicht oder nicht regelmässig. So geht über die Jahre ein bedeutender Teil von Informationen für immer verloren. Folge: Wer sich im Web ein Lesezeichen setzt, um einen Inhalt später wieder aufzurufen, stellt oftmals fest, dass sich die Seite nicht mehr abrufen lässt. Grund genug, interessante Dokumente der grössten Informations- und Wissensplattform für unterschiedliche Gelegenheiten zu speichern. Das kann man auf eine der folgenden Arten tun:
Firefox-Erweiterung Scrapbook ist am praktischsten
Das interessanteste Programm, um Websites als digitale Kopie zu speichern, heisst Scrapbook. Diese leistungsfähige, kostenlose Erweiterung für den Browser Firefox kann mehrere Ebenen einer Website speichern und die Daten vor dem Speichern bearbeiten. So lassen sich unerwünschte Elemente wie Grafiken oder Werbung eliminieren, Textpassagen farblich markieren und Notizen einfügen. Die gespeicherten Websites werden übersichtlich aufgelistet und lassen sich per Stichwort durchsuchen. Wer das Internet regelmässig als Wissensdatenbank nutzt, sollte dieses komfortable Werkzeug testen. Scrapbook lässt sich im Firefox unter dem Menüpunkt «Add-ons» herunterladen.
Als Alternative zur Browser-Lösung gibt es auch Programme wie Local Website Archive 3.0 für Windows oder Web Dumper für Windows und Mac. Die Basis-Version von Local Website Archive ist gratis, das Programm Web Dumper kostet 20 Euro, bietet aber mehr Optionen. Es erlaubt, die Anzahl der zu speichernden Seiten zu bestimmen und gezielt Dateien für die Speicherung auszufiltern.
Multimedia-Daten: Videos aus dem Netz herunterladen
Radio- und TV-Beiträge im Internet können kaum heruntergeladen werden, wenn sie im Streaming-Verfahren gesendet werden. Dasselbe gilt für Videos von Portalen wie Youtube oder Myvideo.de, die Filmchen im Flash-Format speichern. Die Betreiber von Videoportalen bieten den Download meist auch selbst nicht an.
Es gibt allerdings viele Hilfsprogramme, um Videos aus dem Netz herunterzuladen. Dazu gehören die Windows-Programme Youtube 2.0 oder Videograbber. Für den Browser Firefox gibt es ausserdem viele kostenlose Erweiterungen für den Video-Download, zum Beispiel Flash Got, Download Helper, Fast Video Download oder Video Download Helper, die über das Menü Add-ons des Browsers zu finden sind. Einige Erweiterungen sind aber anspruchsvoll in der Bedienung.
10. Mai 2009 | Claude Settele
