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Jedes zweite Baby-Badethermometer misst 1 Grad und mehr zu viel oder zu wenig. Und: Das teure Digitalgerät schneidet nicht besser ab als der billige Plastikfisch.
Die ideale Wassertemperatur für Babys liegt bei 37 Grad. Schon 10 Minuten Baden in 45 Grad warmem Wasser kann einen tödlichen Hitzestau verursachen. Der K-Tipp wollte wissen, wie genau Badethermometer sind. Geprüft wurden häufig verkaufte Quecksilber- und Rapsölthermometer (statt Quecksilber wird oft Öl eingesetzt) sowie digitale Messgeräte. Die Marken: Bébé-jou, Tigex, Bibi, Avent, Topcom, Reer, M und Bébéconfort. Ein Thermometer, der Kugelfisch von Chicco, misst anhand eines Thermostreifens.
Für den Test wurde die Wassertemperatur mit einem geeichten Referenzgerät gemessen und mit den Anzeigen auf den zehn Thermometern verglichen. Mit jedem Gerät wurde zweimal gemessen und danach die durchschnittliche Abweichung berechnet.
Anbieter Chicco sichert sich ab, indem er auf der Packungsbeilage schreibt, dass die Messgenauigkeit + 2 Grad bis –1 Grad betragen könne – ein ziemlich breites Spektrum.
Teure Thermometer waren nicht besser
Von jedem Thermometer hatte der K-Tipp zwei Stück gekauft. Diese zeigten häufig unterschiedliche Temperaturen an. So war das digitale Avent-Thermometer für Fr. 44.90 in der Stichprobe nicht genauer als der M-Plastikfisch für Fr. 1.90: Die zwei Fische zeigten beide dieselbe Temperatur an. Das eine Avent-Exemplar zeigte hingegen 0,8 Grad mehr an als das andere. Hersteller Philips sagt, diese Un-genauigkeit liege im Rahmen. Denn das Avent- Thermometer habe eine Messgenauigkeit von +/–1 Grad Celsius.
Erst nach 3 Minuten richtige Temperatur
Die Firmen Zewi-Bébé-jou und Bibi-Hersteller Lamprecht versprechen, zusätzliche Kontrollen in der Produktion sowie im Lager durchzuführen. Gemäss Lamprecht hängen die Messergebnisse des Bibi-Thermometers davon ab, wie lange man es im Wasser lässt. Nach 3 Mi-nuten zeige das Thermometer die richtige Temperatur an.
29. August 2009 | Isabelle Meier, Redaktion K-Tipp
