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Heilpraktiker und Labors bieten sogenannte IgG-Tests zur Allergiekontrolle an. Damit könne man «sich von der quälenden Ungewissheit» befreien, verspricht etwa der Frauenfelder Naturheilpraktiker Hans-Jörg Schwyn auf seiner Homepage. Der Test inklusive Beratung kostet bei ihm 782 Franken.
Georg Schäppi vom Schweizerischen Zentrum für Allergie, Haut und Asthma (Aha) warnt vor solchen «fragwürdigen Tests, mit denen viel Geld gemacht wird». Ein solcher Test sage nichts über Allergien aus, sondern zeige nur, welche Lebensmittel die Testperson gegessen habe.
Bei Aha melden sich laut Schäppi häufig verunsicherte Patienten, die aufgrund von IgG-Tests glauben, an Nahrungsmittelallergien zu leiden und gewisse Nahrungsmittel meiden. «Der Verzicht führt teils zu Fehlernährung», sagt Schäppi. Er rät, bei Allergie-Verdacht zum Facharzt zu gehen und dort einen Haut- oder Bluttest machen zu lassen.
09. Mai 2010
