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Senf ist weit mehr als nur ein Gewürz: Er ist auch gesund. Aktuelle Studien zeigen, dass er vielleicht sogar Krebs vorbeugen kann.
Senf gehört einfach zu einer Bratwurst, genauso wie in die Marinade fürs Steak. Das ist nicht nur eine Frage des Genusses, sondern auch gut für die Gesundheit: Senf bekämpft krebserregende Stoffe, die beim Grillieren entstehen können. Das haben Forscher der Uni Freiburg (D) herausgefunden. Bisher hat das zwar erst in Laborversuchen geklappt.
Doch die Ergebnisse seien «vielversprechend», sagt Evelyn Lamy, Leiterin des Forschungsprojekts. «Wer regelmässig Senf isst, könnte damit sein Krebsrisiko senken.» Davon sind auch die Fachleute der Universitätsklinik Heidelberg (D) überzeugt. Sie empfehlen Senf auf ihrer Liste der Lebensmittel, die Krebs vorbeugen.
Die gesunde Wirkung des Senfs beruht vor allem auf den Senfölen. Sie geben ihm den scharfen Geschmack. Je schärfer der Senf, desto mehr enthält er meist von den gesunden Senfölen. Sie senken nicht nur das Krebsrisiko, sondern haben weitere Vorteile: So regen sie den Speichelfluss und die Magensäfte an. Das fördert den Appetit und hilft beim Verdauen.
Zudem können Senföle Infektionen vorbeugen. Es gibt auch Hinweise, dass Senf bei Diabetes gut ist, weil er die Blutzuckerwerte verbessert. Um die gesunden Senföle möglichst lange zu erhalten, sollte man Senf in einem gut verschlossenen Gefäss und kühl lagern.
28. Juni 2010 | Sonja Marti, Redaktion Gesundheitstipp