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Bei manchen mobilen Navigationsgeräten sind Karten-Updates so umständlich und teuer, dass es sich lohnen kann, nach drei Jahren ein neues Gerät mit aktuellen Karten zu kaufen.
Gemäss einem Test des deutschen Automobilclubs ADAC kosten vereinzelte Aktualisierungen von Europakarten bis zu 180 Franken. Zudem kann das Installieren und Herunterladen der neuen Navi-Daten bis zu sieben Stunden dauern.
Die Tester stellten fest, dass selbst bei nagelneuen Navigationsgeräten das Kartenmaterial in vielen Modellen bereits veraltet ist, ohne dass dies auf der Verpackung angegeben wäre. Kartenaktualisierungen sind auf Datenträgern oder per Download erhältlich.
Bei den Downloads schneidet der Anbieter Tomtom am besten ab: Der Download und die Installation des 110 Franken teuren, zwei Jahre gültigen Abos erfolgen zügig. Den ADAC-Testern fiel auch der Hersteller Pearl positiv auf mit seinen Updates für die Nav-Gear-Geräte.
Die Navi-Daten seien auf Memory Cards (SD-Cards) günstig erhältlich (die Westeuropa-Aktualisierung gibt es im Internet unter Pearl.com zum Preis von Fr. 84.95); man muss sie nur in das Gerät schieben. Der ADAC rät allerdings den Nutzern, vor der Kartenaktualisierung falls möglich eine Sicherungskopie ihrer Navi-Software durchzuführen.
Die Tester kritisieren, dass viele Hersteller lediglich ein bis zwei Aktualisierungen der Karten-Software pro Jahr durchführen. Mit vier Aktualisierungen pro Jahr schnitten Becker, Falk, Garmin, Navigon und Tomtom am besten ab. Nach Angaben der Kartenhersteller ändern sich in Westeuropa jährlich 15 Prozent der Strassen oder deren Eigenschaften.
27. März 2011 | Eric Breitinger, Redaktion saldo
