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Artikel | saldo 10/2011

Geldüberweisung: In der Not wird es teuer

Wer im Ausland kein Geld mehr hat, kann sich von zu Hause Bargeld überweisen lassen. Das geht rasch – und ist nicht gerade günstig.

Was tun, wenn in den Ferien sämtliches Geld und die Bankkarten gestohlen wurden? Dank Geldtransferfirmen kommen Betroffene schnell wieder an Bargeld, allerdings zu happigen Tarifen. So funktioniert es:

  • Wer einem Bestohlenen Geld überweisen muss, meldet sich bei einer Western-Union- oder Moneygram-Filiale an. Dabei sollte er auf korrekte und vollständige Namensangaben achten.
  • Nach der Bezahlung des zu sendenden Betrags erhält er eine Abholnummer. Diese muss er dem Empfänger übermitteln.
  • Unter Angabe dieser Nummer und mit einem Ausweis (ID, Pass) holt der Empfänger das Geld an der nächsten Western-Union- oder Moneygram-Filiale ab. Von der Einzahlung bis zum Abholen vergehen nur wenige Minuten.


Weltweit hat Western Union 386 000, Moneygram 233 000 Standorte. Beim Geldtransfer fallen Gebühren an. saldo hat probeweise bei Western Union und bei Moneygram je 100 Euro von Zürich nach Berlin überwiesen.

Moneygram verlangte dafür 15 Franken, Western Union 21 Franken. Beide rechneten mit einem Eurokurs von Fr. 1.31. Auch das ist nicht günstig: Der Kurs gleichentags am CS-Bankschalter lag bei Fr. 1.29.

Die Gebühren steigen mit wachsendem Betrag, nehmen aber prozentual ab. So kostet eine Überweisung von 1000 Euro nach Deutschland bei Western Union 70, bei Moneygram 60 Franken. Die Kosten können auf der Homepage der beiden Unternehmen berechnet werden.

22. Mai 2011 | Stefan Schuppli, Redaktion saldo


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