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Jogger können von regelmässigem Langlauf-Training profitieren: Es verbessert die Ausdauer, schont die Gelenke und stärkt die Rumpfmuskulatur.
Kalte Temperaturen und Schnee brauchen Läufer nicht vom Training abzuhalten. Statt Joggen empfehlen Fachleute Ski-Langlaufen im klassischen Stil. Matthias Strupler, Chefarzt des Instituts für Sportmedizin in Nottwil LU, sagt: «Das ist eine ideale Ergänzung für einen Läufer.»
Das Training auf den Langlauf-Skis hat mehrere Vorteile, wie Matthias Strupler sagt. Der Läufer kann seine Ausdauer verbessern, denn die Belastung des Kreislaufs ist grösser als beim Laufen. Langlaufen schone zudem die Gelenke. Es gebe für den Körper keine belastenden Stösse wie beim Laufen. Matthias Strupler: «Beim Ski-Langlauf trainiert man viel mehr Muskeln, speziell jene des Rumpfes. Auch das Gleichgewicht ist dabei sehr wichtig.»
Das alles kommt dem Sportler beim Laufen zugute: Durch die grössere Rumpfkraft verbessert sich der Laufstil. Der explosive Abstoss beim Langlauf sorgt für einen schnelleren Antritt beim Joggen.
Dennoch sollte man einen Wechsel auf Langlaufskis vorsichtig angehen. Grund: Das Unfallrisiko auf den Skis ist grösser als beim Joggen. Sportarzt Walter O. Frey von Movemed an der Zürcher Uniklinik Balgrist empfiehlt Einsteigern, sich mit einem Lehrers die richtige Technik anzueignen. «Der Sportler soll langsam beginnen und in kleinen Portionen trainieren.» Allein schon wegen der Muskeln in der Leistengegend, den Adduktoren: Ungeübte, die übertreiben, würden dort schlimmen Muskelkater bekommen – und Entzündungen. Walter O. Frey rät Einsteigern, sich an die «Sprech-Regel» zu halten: «So lange man noch sprechen kann, läuft man nicht zu schnell.»
Zudem gilt: Bei Temperaturen unter –15 Grad oder bei Erkältungen sollte man auf Ausdauersport im Freien verzichten (Gesundheitstipp 12/2010)
13. Januar 2012 | Gabriela Braun, Redaktion Gesundheitstipp
