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Auf diese Idee muss man erst einmal kommen: Ein Reisebuch für jene, die in Krisengebiete reisen müssen – oder meinen, sie müssten. Rosie Garthwaite hatte diese Idee – und einen guten Grund dafür. Die Fernsehjournalistin war Reporterin im Nahen Osten, in Somalia und Haiti.
Ein erster Tipp der ungewöhnlichen Engländerin gleich zu Beginn: Eine seriöse Vorbereitung ist Voraussetzung, ebenso das richtige Handgepäck und die Notfalltasche mit Kondomen. Kondome? Richtig: Diese lassen sich auch zum Schutz von Verbänden an Fingern oder Füssen verwenden. Und für den Transport von Trinkwasser.
Viel Raum in Garthwaites Buch nehmen Benimmregeln ein. Dabei entdeckt man Ratschläge, die auch einem «gewöhnlichen» Touristen gut anstehen: Passe dein Verhalten an! Im Krisengebiet kann das lebensrettend sein.
Wer den Ratgeber gelesen hat, überlegt sich möglicherweise zwei Mal, ob er seine Reise in ein heikles Land wirklich antreten soll. Und wer trotzdem geht, findet zahlreiche alltagstaugliche Tipps. Eine spannende Lektüre ist es allemal. Auch für Angsthasen und Daheimgebliebene.
«Handbuch für die gefährlichsten Orte der Welt», Rosie Garthwaite, Verlag Bloomsbury, zirka 30 Franken
28. Januar 2012 | Stefan Schuppli, Redaktion saldo
