3. Säule: Negativzinsen unzulässig

K-Tipp 15/2017 vom | aktualisiert am

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Die WIR-Bank hat Vorkehrungen getroffen, um Negativzinsen zu verlangen – und zwar auch auf Freizügigkeits- und Säule-3a-Konten. Also auf Geldern, die den Kontoinhabern im ­Alter ein sorgenfreies Leben ermöglichen sollen. Für Rechtsexperten ist klar: Dieses ­Vorgehen ist rechtlich unzulässig.

Neue AGB der WIR-Bank: Sehen Negativzinsen auf Freizügigkeits- und 3a-Konten vor (Bild: ISTOCK)

Neue AGB der WIR-Bank: Sehen Negativzinsen auf Freizügigkeits- und 3a-Konten vor (Bild: ISTOCK)

Auf diese Idee ist bisher noch niemand gekommen: Negativzinsen auf Freizügigkeits- und Säule-3a-Konten. Das würde bedeuten: Das Gesparte wächst nicht bis zur Pensionierung – es schrumpft. Ist das zulässig? Das Bundesamt für Sozialversicherungen will sich nicht dazu äussern. Es erklärte gegenüber dem K-Tipp, demnächst ein Rechtsgutachten in Auftrag zu geben. 

Die WIR-Bank lässt sich von solchen Fragen nicht aufhalten. Zwar zahlt die Bank im Vergleich zur Konkurrenz gegenwärtig noch etwas höhere Zinsen. Doch sie hat ihren Kunden neue Allgemeine Geschäftsbedingungen und Reglemente zugeschickt. Wer die 14 200 Wörter durchackert, stellt fest: Die Bank schafft mit den Änderungen die Möglichkeit, Negativzinsen zu verlangen – und zwar auf normalen Konten genauso wie auf Freizügigkeits- und 3a-Konten.

Die WIR-Bank nimmt sich sogar das Recht heraus, ihre Kunden nicht zu informieren, wenn sie die Negativzinsen einmal tatsächlich einführt. [...]

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