Goldvreneli: Diese Serien sind besonders wertvoll

K-Geld 05/2017 vom | aktualisiert am

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Goldvreneli ist nicht gleich Goldvreneli. Es gibt ­Raritäten, die mit 100 000 Franken im Händler­katalog stehen. K-Geld sagt, welche Serien ­besonders wertvoll sind.

100-Franken-Goldvreneli aus dem Jahr 1925: Aktueller Handelswert 12 000 bis 30 000 Franken (Bild: pd)

100-Franken-Goldvreneli aus dem Jahr 1925: Aktueller Handelswert 12 000 bis 30 000 Franken (Bild: pd)

Abenteurer und Hobby-­Geologen kommen in der ­Walliser Berggemeinde Gondo zum Zug: Mit Helm, Stirn­lampe, Hammer und Meissel können Besucher die Stollen der Goldmine erkunden, die vor gut 120 Jahren stillgelegt wurde. In einigen Tunnels bauten schon die Römer Gold ab.

Ein paar wenigen Vreneli-­Besitzern bringt Gondo viel Glück. Jenen nämlich, die eine 20-Franken-Münze be­sitzen, die 1897 mit Gold aus dieser Mine hergestellt wurde. Ihr Marktwert liegt aktuell bei 100000 Franken, sofern das Stück sehr gut erhalten ist. Das schätzt Jo­hannes Müller, der in Bern ein Münzfachgeschäft betreibt (www.schweizergeld.ch).

Der wesentliche Grund für den hohen Preis ist allerdings, dass das Sammlerstück extrem selten ist: Es gibt nur 29 Exemplare davon.

Die teuerste Schweizer Gold­münze in Müllers Katalog kostet 125000 Franken. Sie stammt aus dem Jahr 1887, heisst Libertas und ist eine Vorgängerin des Vrenelis. Davon gibt es 176 Stück. Voraus­setzung für diesen Spitzenpreis ist die sogenannte Stempel­glanz-Qualität: Die Münze darf keinerlei Kratzer, Abnützungs­spuren oder sonstige Beschädigungen aufweisen.

Der Wert der Vreneli schwankt mit dem Goldpreis

Alle existierenden 20-Franken-­Vreneli wurden zwischen 1897 und 1949 produziert. Insgesamt wurden davon 58 Millionen Stück geprägt. Die meisten werden heute für rund 260 Franken gehandelt. Ihr Handelswert schwankt mit dem Goldpreis.

Einige Jahrgänge erzielen allerdings höhere Preise. Der Jahrgang 1926 des 20er-Vrenelis zum Beispiel kostet 482 Franken.

In den Jahren 1911 bis 1922 wurden auch insgesamt 2,65 Millionen 10-Franken-Vreneli geprägt. Die meisten kosten heute mehrere Hundert Franken. Auch hier gibt es aber Serien, die heraus­stechen: Wer einen Jahrgang 1911 in Stempelglanz-Qualität besitzt, darf sich gemäss Katalog über 2069 Franken freuen. Der Jahrgang 1922 bringt hingegen nur 294 Franken. Denn davon gibt es über eine Million Exemplare, während von den anderen Jahrgängen jeweils nur wenige hunderttausend Stück existieren.

Im Jahr 1925 wurden zudem 5000 Exemplare des 100-Franken-Goldvrenelis hergestellt. Ihr aktueller Handelswert liegt bei 12000 bis 30000 Franken – je nach Qualität

Tipp: Wer Schweizer Edel­metallmünzen kaufen möchte, kann sich an ein Numismatik-­Fachgeschäft wenden. Es gibt sie in praktisch jeder Region.

Eine Übersicht veröffentlicht der Bund auf dieser Website: www.swissmint.ch/d/muenzen/haendlerliste.php.

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