Prämienverbilligung: Gespart wird bei den Armen

saldo 07/2018 vom | aktualisiert am

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Die Krankenkassenprämien steigen und steigen. Trotzdem haben die Kantone in den letzten Jahren 150 000 Versicherten die Prämienverbilligungen gestrichen. Und wer den Zustupf noch erhält, ­bekommt weniger als früher.

Krankenkassenverbilligung gestrichen: Junge Familien und ältere Alleinstehende kommen unter Druck (Bild: ISTOCK)

Krankenkassenverbilligung gestrichen: Junge Familien und ältere Alleinstehende kommen unter Druck (Bild: ISTOCK)

Die Kosten für die Krankenkasse bereiten den meisten Haushalten Jahr für Jahr mehr Sorgen. Die Prämien in der Grundversicherung stiegen von 1996 bis 2016 um 155 Prozent, die Löhne nur um 25 Prozent. Das stellt der Preisüberwacher in seinem aktuellen ­Jahresbericht fest.

Das Krankenversicherungsgesetz sieht vor, dass Versicherte in «bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen» Anspruch auf Prämienverbilligungen haben, finanziert von Bund und Kantonen. 

Doch diese Verbilligungen halten nicht Schritt mit dem Kostenanstieg. Im Jahr 2010 zahlte jeder Ver­sicherte pro Jahr durchschnittlich 2834 Franken Prämien. Im Jahr 2016 waren es 3442 Franken – 21,5 Prozent mehr. Die Gelder für die Prämienverbilligungen nahmen im gleichen Zeitraum aber bloss um 8,3 Prozent auf insgesamt 4,3 Milliarden Franken zu. Knapp 2,3 Millionen Versicherte erhielten 2016 davon einen Kran­ken­kassen-­Zustupf – mehr als jeder Vierte.

Es trifft vor allem den unteren Mittelstand

Doch der untere Mittelstand – etwa junge Familien oder ältere Alleinstehende ohne Ergänzungsleistungen – geht zunehmend leer aus. [...]

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