Steuern für Tagesmütter: Ist der Pauschalabzug gestrichen?

K-Geld 04/2018 vom

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«Seit vielen Jahren arbeite ich als Tagesmutter. Die ­Entschädigung versteuere ich ordentlich und zahle auch die AHV ­darauf. Bisher brachte ich für meinen Aufwand immer pauschal 50 bis 60 Prozent der Einnahmen in Abzug. So stand es ­früher im «Merkblatt für Fachstellen, Pflegeeltern und Tagesmütter» des ­Kantons Zürich. Doch nun verweigert mir das Steueramt Pfäffikon ZH den ­Pauschalabzug und verlangt eine detaillierte ­Aufstellung von Aufwand und Ertrag. Ist das zulässig?»

Ja. Wo keine andere gesetzliche Regelung existiert, werden Tagesmütter vom Steueramt wie andere Selbständigerwerbende behandelt. Sie müssen ihren Nettoertrag als Einkommen versteuern – also die Einnahmen abzüglich den Aufwand für die Berufstätigkeit (zum Beispiel Miete für Räumlichkeiten, Essen, Spielsachen usw.).

Nur wenige Kantone akzeptieren Pauschalabzüge für Tagesmütter – so etwa der Kanton Aargau. Er lässt alternativ zum Abzug des ­effektiven Aufwands auch Pauschalabzüge zu. Sie liegen – gestaffelt nach dem Alter der Kinder – bei 14 bis 27 Franken pro Tag.

Der Kanton Zürich lässt den Pauschalabzug nur für Pflegekinder zu (Merkblatt 16/302 aus dem «Zürcher Steuerbuch» über die ­Besteuerung von Pflegegeld). 

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