Verrechnungssteuer: Die Falle soll entschärft werden

K-Geld 04/2017 vom

von

Die Steuerbehörden ­ver­weigern schon beim ­kleinsten Deklarations­fehler die Rückerstattung der Verrechnungssteuer. Häufig geschieht dies bei Dividenden. Nun findet auch der Bundesrat, das gehe zu weit.

Dividende korrekt deklarieren: Sonst ist die Verrechnungssteuer verloren (Bild: istock/Keystone)

Dividende korrekt deklarieren: Sonst ist die Verrechnungssteuer verloren (Bild: istock/Keystone)

Über diesen typischen Fall ­berichtete K-Geld in der Ausgabe 5/2016: Ein Alleingesellschafter ­einer GmbH sprach sich eine Dividende von 800 000 Franken zu. Die GmbH deklarierte die Dividende in der Steuererklärung korrekt und überwies die Verrechnungssteuer von 280 000 Franken an die Steuer­verwaltung. In seiner persönlichen Steuererklärung deklarierte der Mann seine Beteiligung an der GmbH ebenfalls ordnungsgemäss. Doch die kassierte Dividende gab er nicht an. Deshalb erhält der Mann die Verrechnungssteuer von 280 000 Franken nicht zurück.

Am bekanntesten ist der Abzug der Verrechnungsteuer bei Zinsen auf Bankkonten. Doch sie wird bei allen Kapitalerträgen erhoben – also auch bei Dividenden (siehe Unten).

Dass sich der GmbH-Allein­gesellschafter die Verrechnungs­steuer ans Bein streichen muss, hängt mit dem Artikel 23 des Verrechnungssteuergesetzes zusammen. Dieser besagt: Wer Einkünfte, die mit der Verrechnungssteuer belastet sind, im jeweiligen Steuerjahr nicht deklariert, verliert den Anspruch auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer.

Das Bundesgericht hat dazu präzisiert: Ein Anspruch auf Rückerstattung verwirkt nicht, wenn man die Kapitalerträge später von sich aus nachmeldet – also ohne Aufforderung durch die Steuer­behörde. [...]

Achtung: Kostenpflichtiger Artikel

Für Personen ohne Abo der Zeitschrift K-Geld und ohne Online-Abo ist dieser Beitrag kostenpflichtig.

Jetzt Abo lösen

Beitrag abrufen

Abonnenten der Zeitschrift K-Geld und Online-Abonnenten können diesen Artikel kostenlos einsehen.

Nachname/Firmenname ODER Nickname:
Abonummer ODER Passwort:

Beitrag kaufen

Dieser Beitrag kostet CHF 3.00
Es ist nur Online-Zahlung per Kreditkarte oder Postcard möglich. Nach erfolgter Zahlung senden wir Ihnen den Beitrag als PDF an Ihre E-Mail-Adresse.

Jetzt kaufen

Dieser Artikel ist folgenden Themen zugeordnet

Weitere Artikel zum Thema

Verrechnungssteuer: Steuerbehörden waren zu stur

Ein Lichtblick am Ende des Steuerlochs

Die Post verzollt Pakete falsch

Buchtipp zum Thema

So sparen Sie Steuern