Zusatzversicherte: Der lukrative Griff zum Skalpell

saldo 14/2017 vom | aktualisiert am

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Zusatzversicherte ­kommen im Spital eher unters Messer als Allgemeinversicherte. Viele Eingriffe sind sinnlos, teuer und riskant.

Operationsbesteck (Bild: pd)

Operationsbesteck (Bild: pd)

Eine neue Studie des Instituts für Hausarztmedizin der Universität Zürich zeigt: Privat oder halbprivat versicherte Patienten haben ein 20 Prozent höheres Risiko als Allgemeinversicherte, dass bei einer Arthrose am Knie eine Gelenkspiegelung vorgenommen wird. Mit der sogenannten ­Arthroskopie unter­sucht der Arzt den ­Zustand des Gelenks mit ­einer ­Mini­­kamera. Für die ­Autoren der Studie steht fest: Bei einer Arthrose sind die meisten Gelenkspiegelungen überflüssig. Physiotherapien würden ähnlich gut helfen. 

Spitäler verdienen mehr an Zusatzversicherten

Wer gegen Krankheit eine zusätzliche Spitalversicherung abgeschlossen hat, kommt auch sonst öfter unters Messer als Allgemeinversicherte. Das hat auch finanzielle Gründe. Die Spitäler dürfen diesen Patienten besonders hohe Rechnungen stellen. Sie verdienen mit ihnen also mehr Geld. 

Das belegen Zahlen der Krankenversicherung Helsana (siehe Grafik im PDF). Für eine einfache Blinddarmoperation dürfen die Spitäler bei Allgemeinversicherten eine Pauschale von 6278 Franken verlangen. [...]

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