Smartphonekamera verschwommen - Schuld sei ein Displaybruch vor einem halben Jahr

3. Februar 2019

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Bei meinem Huawei P10 ist an einem Morgen einfach plötzlich die Kamera immer verschwommen gewesen. Ich konnte nur noch Markoaufnahmen und Selfies machen. Daraufhin ging ich in die Filiale, in der ich das Gerät vor 1.5 Jahren gekauft hatte. Sie konnten es auch nicht reparieren und daraufhin wurde das Gerät eingeschickt. Nun habe ich es seit mehr als einem Monat nicht mehr. Das enttäuschende Fazit der Geschichte ist, dass angeblich ein Displaybruch, welcher vor rund einem halben Jahr passiert ist, der Grund für das plötzliche Verschwimmen der Kameralinse (auf der Rückseite des Geräts)sei. Nun da ich keine Fachperson bin, kann ich das natürlich selber nicht einschätzen aber es macht aus meiner Sicht einfach überhaupt keinen Sinn. Nun darf ich auch noch 30 Franken für die Montage bezahlen, da ich die Kamera nicht für 400.- reparieren lassen wollte. Kann ich mich irgendwie gegen diesen Befund wehren?

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Kommentare

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von Rechtsberatung K-Tipp+saldo am
04.02.2019, 13:58

Smartphone

Davon ausgehend, dass Sie noch eine Garantie auf Ihr Smartphone hatten, müssten Sie den Ihnen nun in Rechnung gestellten Betrag höchstens dann zahlen, wenn Sie sich im Voraus schriftlich verpflichtet hätten, etwas zu bezahlen, falls sich herausstellen sollte, dass es sich nicht um einen Garantiefall handelt. Wurde hingegen nichts dergleichen vereinbart, darf Ihnen alleine für die Abklärung, ob ein Garantiefall gegeben ist oder nicht, nichts in Rechnung gestellt werden. Was die Ablehnung der Garantie betrifft, müsste man Ihnen zwar beweisen können, dass der Defekt an Ihrer Kamera auf den Bruch des Displays zurückzuführen ist. Faktisch sind Sie aber mehr oder weniger "am kürzeren Hebel". Denn sollten Sie etwa mit einem eingeschriebenen Brief nicht weiterkommen, müssten Sie letztlich klagen. Und das wäre natürlich mit enorm viel Aufwand verbunden.

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